Sprayer

Tana-Schanzara-Denkmal wird erneut Ziel einer Farb-Attacke

 

 

Foto: JBS

Bochum.  Die Bronze-Figur von Tana Schanzara wurde mit einer roten Kappe verunziert. Im letzten Jahr hatte es auf die Plastik einen Gold-Angriff gegeben.

An Tana Schanzara mit ihrer typischen Baskenmütze können sich Viele erinnern. Offenbar auch der/die „Künstler“, die der Bronze-Tana am Schauspielhaus einen knallroten Hutschmuck verpasst haben.

Bereits seit Anfang des Monats „ziert“ die leuchtende Kappe die Skulptur, die nach einer großen konzertierten Aktion zwischen WAZ, Schauspielhaus und den Bochumer Bürger/innen Anfang Juli 2012 aufgestellt worden war. Es ist nicht die erste Sprayer-Ladung, die auf die Bronze-Figur niedergeht. Bereits im letzten Sommer hatte das Kunstwerk eine großflächige „Vergoldung“ zu überstehen.

Goldener Brunnen, silberne Himmelstreppe

Dass in Bochum, wie überall in den Großstädten, Busse, Eisenbahnwaggons, Brücken und Häuserwände mit mehr oder weniger „gelungene“ Graffiti- oder Farb-Motiven verunziert werden, ist nicht neu. Dass Kunstwerke zunehmen ins Visier geraten, dagegen schon.

Im August 2018 waren der Jobsiade-Brunnen auf dem Husemannplatz und der historische Fortuna-Brunnen im Stadtpark mit Goldfarbe übertüncht worden. Im März diesen Jahres wurde die riesige Landmarke „Himmelstreppe“ auf der Halde Rheinelbe im Grenzgebiet Wattenscheid/Gelsenkirchen komplett silbern überzogen.

Ob eine intolerante Haltung gegenüber der Kunst hinter solchen Versuchen steckt oder einfach nur Ignoranz, steht dahin.

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