Miteinander

Wiemelhauser Vereine und Gruppen rücken weiter zusammen

Der Verein Ehrenfelder Miteinander bietet seit einem Jahr Rikscha-Fahrten an. Die Idee kommt auch in Wiemelhausen gut an.  

Der Verein Ehrenfelder Miteinander bietet seit einem Jahr Rikscha-Fahrten an. Die Idee kommt auch in Wiemelhausen gut an.  

Foto: Ehrenfelder Miteinander

Wiemelhausen.  Die Arbeitsgemeinschaft „Wir in Wiemelhausen“ stößt viele neue Projekte an, bei denen alle mit anpacken. Im Mittelpunkt steht das Stadtteilfest.

Der Versammlungsraum im Vereinsheim von Concordia Wiemelhausen platzt aus allen Nähten. Die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Wir in Wiemelhausen“ hat eingeladen. Die Resonanz ist überwältigend. Kaum ein Verein, kaum eine Gruppe, erst recht keine Gemeinde, die in der großen Runde nicht vertreten ist. Der Eindruck täuscht nicht: Wiemelhausen rückt weiter zusammen.

Das liegt aktuell natürlich in erster Linie am großen Stadtteilfest, das seine Schatten vorauswirft. Am 6. Juli, 11 bis 17 Uhr, wird nach vielen Jahren Pause wieder groß gefeiert im Kirchviertel. Gemeinsam! 21 Teilnehmer haben die Köpfe der AG, Monika Robrecht (Caritas) und Gerd Sauer (CDU), schon zusammen – von der koreanischen Gemeinde bis zu den Brenscheder Bauern, von den Messdienern bis zum Bücherei-Förderverein. Alle machen mit, wenn die Brenscheder Straße im Ortskern zur Kaffeetafel wird.

Rikscha-Fahrten geplant

In großer Runde werden die letzten Einzelheiten besprochen, wird abgestimmt, wer wo seinen Stand aufbaut und wie dort das Angebot aussieht. Das Stadtteilfest soll zugleich Startschuss für weitere Projekte sein. So ist über das St.-Johannes-Stift der Kontakt zum Verein Ehrenfelder Miteinander entstanden. Dieser hat die Idee zu „Radeln ohne Alter Bochum“ gehabt und bietet inzwischen Rikscha-Fahrten an. Ehrenamtliche treten in die Pedale und kutschieren Menschen, die selbst nicht mehr radeln können, durch die Stadt. Am 6. Juli kommt die Rikscha beim Wiemelhauser Stadtteilfest zum Einsatz.

„Unser Ziel ist es, Menschen Zeit zu schenken und den Kontakt zwischen den Generationen herzustellen“, sagt Dagmar Bartsch vom Ehrenfelder Miteinander. Vor einem Jahr wurde im Ehrenfeld damit begonnen, nun wird es ausgeweitet. „Wir wollen uns nicht aufs Ehrenfeld beschränken, sondern sprechen auch Altenheime in anderen Stadtteilen an.“ Wie das St.-Johannes-Stift in Wiemelhausen, wo einige Bewohner ihrer ersten Rikscha-Fahrt schon entgegenfiebern.

Ebenfalls beim Stadtteilfest soll Werbung gemacht werden für ein Projekt, das es in anderen Stadtteilen schon gibt: Unterstützpunkte. Rüdiger Jessen von Acura-Bo Haushalts- und Familienservice im Kirchviertel hat in einem WAZ-Artikel darüber gelesen. „Das müssen wir hier auch anbieten“, findet er und stößt bei der AG „Wir in Wiemelhausen“ auf positives Echo. Die Idee: Geschäfte, Arztpraxen etc. bieten Menschen, die eine kurze Verschnaufpause brauchen, ein Glas Wasser möchten oder zur Toilette müssen, eine Anlaufstelle an. Durch einen Aufkleber am Schaufenster sind sie zu erkennen.

Unterstützpunkte für Senioren

Dieses Projekt wurde in Wattenscheid von Senioren entwickelt und läuft inzwischen nicht nur dort, sondern auch in anderen Stadtteilen. Bei Sabine Böhnke-Egbaria vom Seniorenbüro Süd hat Rüdiger Jessen mit seinem Vorschlag sofort offene Türen eingerannt. Sie weiß aus vielen Gesprächen, dass Senioren oft nicht vor die Tür gehen, weil sie Angst haben, keine Hilfe zu bekommen. Die Unterstützpunkte können so die Teilhabe älterer Leute am gesellschaftlichen Leben sichern. Wer mitmachen möchte und sich als Unterstützpunkt anbietet, kann Kontakt zum Seniorenbüro aufnehmen: Tel. 0234/ 77 31 65 51. Dort wird das Projekt koordiniert.

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