Konfirmanden-Aktion

Stiepeler Konfirmanden bescheren Senioren vom König-Zentrum

Gelungene Bescherung im Heinrich-König-Zentrum: Dagmar Kleese (links) und Elisabeth Müller freuen sich sehr über die Geschenke von Jonas, Simon, Jule und Maja.

Foto: Wicho Herrmann

Gelungene Bescherung im Heinrich-König-Zentrum: Dagmar Kleese (links) und Elisabeth Müller freuen sich sehr über die Geschenke von Jonas, Simon, Jule und Maja. Foto: Wicho Herrmann

Bochum-Stiepel/Weitmar-Mark.  Tolle Aktion: Stiepeler Konfirmanden kaufen Geschenke, packen sie selbst ein und überreichen sie an die Bewohner vom Heinrich-König-Zentrum.

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Eine vorweg genommene Bescherung gab es dieser Tage für die 133 Bewohner des Heinrich-König-Seniorenzentrums am Wabenweg. Die neuen 39 Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Stiepel organisierten und packten für sie Geschenke. 16 von ihnen brachten sie auch nach dem Gottesdienst im Awo-Haus auf die einzelnen Stationen. Dort gab es ein großes Hallo.

Auf der fünften Etage sitzen acht Leute rund um den Wohnzimmer- und Esstisch, als Jonas, Jule, Maja und Simon mit ihrer großen Geschenkkiste auftauchen. Die Senioren staunen nicht schlecht über ihre Gäste. „Das ist eine schöne Idee. Außerdem noch richtig toll verpackt“, strahlt Elisabeth Müller, als Jule (12) ihr ein Geschenk überreicht. „Mal sehen, was drin ist“, ist ihre Nachbarin Dagmar Kleese schon ganz neugierig.

Konfirmanden und Senioren sind zufrieden

Die beiden Seniorinnen helfen sich gegenseitig beim Abziehen der Schleife und dem Öffnen des Papiers. Dekorative Holzfiguren, darunter ein Tannenbaum, tauchen auf. „Das kann ich mir gut im Zimmer aufs Board stellen“, freut sich „Elsbeth“ Müller. „So haben mich früher meine Freunde gerufen“, schmunzelt die Seniorin mit leuchtenden Augen.

Die vier Konfirmanden sind anschließend sichtlich bewegt. „Die haben sich richtig doll gefreut“, erklärt Maja. Die andern drei nicken. Angelika Konnecki, Seniorenbetreuerin auf der Etage, ist auch sehr zufrieden: „Die Bewohner waren richtig glücklich, besonders, als sie die Geschenke erhielten. Das war total klasse“, bedankt sie sich bei den vier zwölf- und 13-jährigen Jugendlichen. Den Bettlägerigen bringt Konnecki jedoch lieber selbst die Geschenke aufs Zimmer. „Fremde Besucher könnten ihnen unangenehm sein“, erklärt sie.

Idee entstand im Konfirmandenunterricht

Gute Erfahrungen machen auch die anderen Gruppen. „Dass ich so etwas noch erleben darf’, hat mir eine Seniorin gesagt und die Hand gegeben“, berichtet Konfirmand Felix stolz.

Die Idee zur Aktion entstand im Konfirmandenunterricht von Pfarrerin Christine Kükenshöner. „Das Thema hieß „Schenken“, verrät die Pastorin. Theologisch heißt das für sie: „Alle unsere Weihnachtsgeschenke mögen letztlich auf das große Geschenk Gottes hinweisen, der uns zu allererst mit seiner Liebe beschenkt hat, als er seinen Sohn sandte. Wer so reich beschenkt ist, kann diese Liebe gut weiterschenken.“

Handarbeiten vom Gemeindebasar im Lutherhaus

Für die 39 Konfirmanden stellte sich die Geschenk-Aktion zunächst als Problem dar. „Wir benötigten Geschenke, über die sich Frauen und Männer gleichermaßen freuen, weil sie diese ja verpackt bekommen“, erklärt Simon (12). Da die Präsente zudem etwas Besonderes und Regionales sein sollten, kauften die Konfirmanden auf dem Gemeindebasar im Lutherhaus Handwerksarbeiten ein. Jannik: „Wir haben die 133 Geschenke anschließend im Unterricht selbst eingepackt.“

Zum Wabenweg kamen dann 16 Jugendliche mit. „Die haben das alles freiwillig gemacht, vor allem hierher zu kommen“, freut sich Christine Kükenshöner. In Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst des Hauses bereitete sie die Aktion vor.

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