Marine-Kameradschaft

Shantychor animiert Besucher zum Mitschunkeln

Die „Knurrhähne“, der vereinseigene Shantychor der Marine-Kameradschaft Linden-Dahlhausen, standen im Mittelpunkt des Bühnenprogramms beim Sommerfest im evangelischen Gemeindehaus an der Keilstraße.

Die „Knurrhähne“, der vereinseigene Shantychor der Marine-Kameradschaft Linden-Dahlhausen, standen im Mittelpunkt des Bühnenprogramms beim Sommerfest im evangelischen Gemeindehaus an der Keilstraße.

Foto: Olaf Ziegler

Dahlhausen.  Die Marine-Kameradschaft Linden-Dahlhausen feierte Sommerfest. Mit dabei Erwin Thorbrügge, der mit 93 Jahren Sänger bei den „Knurrhähnen“ wurde.

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Zünftig ging es beim Sommerfest der Marine-Kameradschaft Linden-Dahlhausen wieder zu: Die Gäste im gut gefüllten Matthias-Claudius-Haus der evangelischen Ortsgemeinde schunkelten, klatschten und sangen mit bei den musikalischen Bühnendarbietungen. Zum kurzweiligen Programm gehörten Auftritte des Fanfarenzuges der Ruhrlandbühne, von Stimmungssänger Fiete Adam sowie vom vereinsinternen Seemannschor „Die Knurrhähne“. Eine Mädchentanzgruppe der Ruhrlandbühne wirkte zudem mit.

Die Bilanz von Rudolf Scharpey, Vorsitzender der Marine-Kameradschaft, fiel positiv aus: „Wir hatten mehr Gäste als erwartet. Sie hatten viel Freude am Programm.“ Viele Gäste stimmten ihm zu. „Hier herrscht tolle Stimmung“, fand Besucherin Doris Griesel, die zum ersten Mal zum Sommerfest gekommen war. Die 25 Bläserinnen und Bläser von der Ruhrlandbühne hatten es ihr angetan.

Ältester Sänger bringt viel musikalische Erfahrung mit

Ihre Favoriten aber waren die „Knurrhähne“ und Sänger Erwin Thorbrügge (93). „Als die Knurrhähne Ende Juni im Altenzentrum am Kesterkamp auftraten, war dessen Bewohner Erwin Thorbrügge ganz begeistert. Ich habe ihm vorgeschlagen, mitzusingen“, erinnert sie sich.

So kam es auch: Der 93-Jährige gehört seit Juli dem Shantychor an. Der Senior ist zugleich ältester Sänger im Chor. „Das macht mir viel mehr Freude, als nur im Altenheim zu sitzen“, beteuert er. Thorbrügge hat viel musikalische Erfahrung: 25 Jahre sang er mit seiner mittlerweile verstorbenen Frau Inge im evangelischen Gemeindechor Oberdahlhausen. „Ich war Tenor und sie sang Alt“, erzählt er. Dem Männergesangverein Eintracht Dahlhausen, der sich vor Jahren auflöste, gehörte er über 40 Jahre an. Mit den „Knurrhähnen“ unter der Leitung von Gabriele Bette stimmte Erwin Thorbrügge nun zahlreiche Seemannslieder an. Die Moderation übernahm Schriftführer Peter Schläger. Soli sangen Rudi Hippenstiel und Gerd Matern. Eine fünfköpfige Band aus dem eigenen Chor übernahm die Instrumentalbegleitung der 24 Sängerinnen und Sänger.

Gute Stimmung beim Fest

Spaß hatte auch Besucherin Ingrid Haase, die seit zehn Jahren mit ihrem Mann Werner aus Marl anreist. „Hier ist immer gute Stimmung“, berichtet sie. „Die Menschen hier haben uns gut aufgenommen.“

Ihr Mann Werner Haase ist Bezirksleiter der Deutschen Marine-Kameradschaft sowie der bundesweite Beauftragte für die Shantychöre des Verbandes. „74 Chöre betreue ich“, erklärt er. Für die Knurrhähne hat er ein großes Lob: „Seitdem Gabriele Bette den Chor leitet, wird er immer besser.“

>>> INFO: Ehemalige der kaiserlichen Kriegsmarine


Die Marine-Kameradschaft Linden-Dahlhausen e.V. von 1903 gründeten Ehemalige der kaiserlichen Kriegsmarine. Sie pflegten damit ihr Brauchtum weiter.

Noch heute gehören dem Verein ein ehemaliger U-Boot-Fahrer, ein Kapitän a. D. sowie ehemalige Marinemitglieder an.

Der Verein hat 61 Mitglieder. Mehr als die Hälfte gehören dem Seemannschor „Die Knurrhähne“ an. Diese gründeten sich 1995 bei einer vereinsinternen Weihnachtsfeier als Unterabteilung der Marine-Kameradschaft.

„Die Knurrhähne“ freuen sich über Zuwachs. Wer Seemannslieder mitsingen möchte, wende sich an den Vorsitzenden Rudolf Scharpey: 0234/ 976 18 64.


Der Chor probt jeden Donnerstag im Matthias-Claudius-Haus, Keilstraße 9, um 18.30 Uhr.

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