Konzert

Posaunenchor Bochum-Weitmar erlebt wechselvolle Geschichte

Der evangelische Posaunenchor Bochum-Engelsburg-Weitmar begeht sein 65-jähriges Bestehen. Hier ein Bild aus dem Jahr 1959.

Der evangelische Posaunenchor Bochum-Engelsburg-Weitmar begeht sein 65-jähriges Bestehen. Hier ein Bild aus dem Jahr 1959.

Foto: Posaunenchor

Weitmar.  Der evangelische Posaunenchor Engelsburg-Weitmar besteht seit 65 Jahren. Mit einem Konzert soll die Sanierung der Orgel unterstützt werden.

Danken und helfen will der evangelische Posaunenchor Bochum-Engelsburg-Weitmar: Am Sonntag (17.) feiern die Musiker ihr 65-jähriges Bestehen mit einem Benefizkonzert in der Matthäuskirche (Matthäusstraße) in Weitmar-Mitte. Beginn: 17 Uhr. Passend zum Motto „Eine musikalische Reise um die Welt“ spielen die 22 Blechbläser unter anderem Stücke aus Argentinien, England, Israel und Tansania.

Dank an die Gemeinde

„Wir danken der Gemeinde für zehn gute Jahre und unterstützen mit unserem Auftritt die anstehende Orgelreinigung in der Kirche“, erklärt Artur Kanigowski, der den Posaunenchor seit 35 Jahren leitet. Das heißt: Eintritt frei! Um Spenden für die bevorstehende Grundreinigung der Raupach-Orgel, die aus dem Jahr 1956 stammt, wird gebeten.

Engelsburg und Steinhagen

Der Posaunenchor ist zwei Jahre älter: „Im Jahr 1954 begann eine Handvoll junger Männer im Jugendheim der ehemaligen evangelischen Gemeinde Engelsburg an der Essener Straße mit den Proben“, berichtet Chorchronist Wolfgang Pfeiffer: „Die Gründungsmitglieder waren Anwohner aus Engelsburg sowie aus dem Gemeindeteil Steinhagen.“

Bis 2008 blieb die Martinikirche der Mittelpunkt des Chores. Veränderungen in der Gemeinde wirkten sich aber auf die Bläserarbeit aus. „Nach der Zusammenlegung mit dem Gemeindebereich des Josef-Klepper-Hauses in Goldhamme und dem Zusammenschluss mit Wattenscheid-Eppendorf stand unser Chor vor einer schwierigen Lage“, erinnert sich Pfeiffer.

Glücklich im neuen Zuhause

Als auch noch das 1961 errichtete Gemeindehaus Steinhagen (Steinhagen 23) trotz starkem Protest der Gemeindemitglieder abgerissen und die Martinikirche im Jahr 2008 geschlossen wurde, entschied sich der Chor wegzuziehen. „Wir besannen uns darauf, dass der Gemeindeteil Steinhagen zur Gemarkung Weitmar-Nord gehört. So entstand der einstimmige Beschluss, sich der Matthäus-Gemeinde anzuschließen“, erklärt der 66-Jährige, der seit 1997 im Bläserchor spielt.

2009 fanden die Blechbläser an der Matthäuskirche ein neues Zuhause. „Dort sind wir seit nunmehr zehn Jahren glücklich angekommen“, freut sich Pfeiffer stellvertretend für den Chor.

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