Kommunales

Petra Pilarski-von Boode nun Amtsleiterin in Weitmar

Willkommen: Verwaltungschefin Petra Pilarski-von Boode im Amtshaus Weitmar, das Portrait („nicht ich“) hat ihr Mann gemalt.

Willkommen: Verwaltungschefin Petra Pilarski-von Boode im Amtshaus Weitmar, das Portrait („nicht ich“) hat ihr Mann gemalt.

Foto: Ingo Otto

Weitmar.   Die neue Verwaltungschefin im Südwesten, Petra Pilarski-von Boode, fasst ihre Arbeit sehr basisdemokratisch auf. Nun will sie Kontakte aufbauen.

Ihre ersten Erfahrungen hat die Amtsleiterin in Kilometern verbucht, jeweils gut zehn nacheinander kreuz und quer durch die durchaus unterschiedlichen Siedlungsbereiche des Bochumer Südwestens, um ihre Ortskenntnisse zu aktualisieren. Nach Helga Vorberg ist nun wiederum eine Frau Chefin im schmucken Amtshaus an der Hattinger Straße. „Eine bewusste Entscheidung“, unterstreicht Petra Pilarski-von Boode, als es vor einiger Zeit um die Nachfolge für die Bezirke Süd und eben Südwest ging.

Wurzeln in Oberdahlhausen

Das Radfahren ist nicht ihr Ding, anders als bei ihrem Vorgänger Bernd Jahn, wenngleich sie Sport treibt, aber sie nimmt vorrangig Bus und Bahn. Es ist Farbe eingekehrt in das Büro, ihr Mann hat vor 20 Jahren das Malen wieder als Hobby für sich entdeckt. „Und ich könnte hier alles vollpflastern“, meint die 60-Jährige. Sie lebt heute in Hattingen-Welper, also noch im historischen „Nahbereich“, hat aber ohnehin Wurzeln in Oberdahlhausen. „Die andere Seite der Ruhr ist also nie weit gewesen“, meint sie schmunzelnd.

Die Veränderungen in den Stadtteilen fallen der Amtsleiterin deutlich auf. „Dahlhausen hat eine tolle Entwicklung erfahren“, hat sie festgestellt. Nur mit „Schade!“ kann sie deshalb auch das Zerren ohne echte Bewegung beim Thema „historischer Bahnhof Dahlhausen“ kommentieren. Gleich nebenan, bei der Schwimmbrücke am Lewacker, „müssten jetzt ja alle Beteiligten einigermaßen zufrieden sein, das sollte sich erledigt haben.“

An der Nahtstelle

Sie freut sich auf die Vielseitigkeit, die an dieser Nahtstelle von Bürgern, Bezirksvertretung und Verwaltung weiter gepflegt werden will, „das ist auch Basisdemokratie“, wenn sich Anwohner aus den Vororten melden, weil ein Schild umgefallen ist oder wild geparkt wird. Und, eher privat und menschlich, „kriege ich ja selber auch so 'nen Hals, wenn die Leute in den Ruhrwiesen grillen und einfach ihren Müll liegenlassen.“

Garten hinter dem Amtshaus

Das Feld ist bereitet im Südwesten, auch durch einen „sehr umtriebigen Bezirksbürgermeister Marc Gräf“, hat sie schon festgestellt. „Das geht hier Hand in Hand.“ Den Garten hinter dem Amtshaus aber, den will sie noch aufwerten, etwa, damit in dem historischen Gebäude, an dem gerade das Dach saniert wird, nicht nur das Trauzimmer genutzt wird, sondern solche besonderen Vorgänge auch unter freiem Himmel abgehalten werden können.

Petra Pilarski-von Boode stellt sich optimistisch den Anforderungen und will umgehend möglichst viele Aktive in den Vereinen und Verbänden des Südwestens kennenlernen.

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