Flüchtlinge

Neues Flüchtlingsbüro in der Bochumer Hustadt eröffnet

Die Mitarbeiter des neuen Flüchtlingsbüros in der Hustadt: v.l. Florian Küper, Carsten Weber, Ysemin Cinar-Elcicek, Lidija Schirnewitsch, Sabine Blobner-Bausch.

Foto: Klaus Pollkläsener

Die Mitarbeiter des neuen Flüchtlingsbüros in der Hustadt: v.l. Florian Küper, Carsten Weber, Ysemin Cinar-Elcicek, Lidija Schirnewitsch, Sabine Blobner-Bausch. Foto: Klaus Pollkläsener

Querenburg.   Die Einrichtung soll Geflüchtete, Migranten und Ehrenamtler im Stadtbezirk miteinander vernetzen und Ansprechpartner bei vielen Fragen sein.

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Es ist ein Eröffnungsfest, bei dem die Mitarbeiter des neu eröffneten Flüchtlingsbüros Süd in der Hustadt in Querenburg anstoßen. Zugleich ist es ein Bergfest, denn mit Süd gibt’s das dritte von sechs geplanten Anlaufstellen für Geflüchtete.

„Die Hustadt ist ein sozialer Dreh- und Angelpunkt“, sagt Ute Bogucki, Leiterin des Sozialamtes. „Hier passiert viel, hier müssen wir die Menschen vor Ort besonders einbinden und unterstützen“.

Wegweiser und Orientierungshilfe

In jedem Stadtbezirk sollen Büros eingerichtet werden. In Wattenscheid und in Mitte haben sie schon ihre Arbeit aufgenommen. In den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde am Hufelandplatz, Auf dem Backenberg 8, werden nun ab sofort drei städtische Mitarbeiter zu ständigen Ansprechpartnern für den Raum Süd, wenn es darum geht, drängende Fragen und Probleme, von der Orientierung im Stadtbezirk bis hin zu Unterstützungsangeboten im Alltag, zu klären.

Die Flüchtlingsbüros sind die nächste Anlaufstelle, insbesondere für Einwanderer, die bleiben und sich zurechtfinden wollen. Unterstützt werden die Büros von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege. In Querenburg übernimmt dies eine Mitarbeiterin der Diakonie. Zurzeit sind mit einer zusätzlichen Elternzeitvertretung insgesamt fünf Kollegen vor Ort.

Teammitglieder kennen sich bereits

„Wir kennen uns aus der gemeinsamen Arbeit in der Flüchtlingsunterkunft Am Schebbruch“, erzählt Sozialarbeiter Florian Küper, „Als Team haben wir in dieser Konstellation schon zusammengearbeitet.“ Auf etwa 155 lichtdurchfluteten Quadratmetern im unteren Bereich des Hustadtzentrums finden sich nun ein großes offenes Büro, ein separater Raum für Einzelgespräche und ein Warteraum.

Dort bringen die Mitarbeiter wochentags und an Terminen ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit Geflüchteten ein und übernehmen – ähnlich wie die Seniorenbüros – eine soziale Scharnierfunktion: „Wir versuchen, in bereits bestehende Angebote zu vermitteln, genauso wie neue Patenschaften und Kooperationen aufzubauen“, sagt Küper. „Wir greifen dabei beispielsweise auf das Beratungs- und Unterstützungsangebot von Awo, Ifak, ASB, DRK und Diakonie zurück“.

Geflüchtete, die nun langsam ihre Unterkünfte verlassen und in private Wohnungen ziehen, Migranten, die schon länger vor Ort sind, grundlegend aber alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Integrationsarbeit einsetzen, sollen hier zusammenkommen. Nur, finden muss man das Büro erst. Die Gäste der Eröffnungsfeier sind sich einig: Der ein oder andere Wegweiser müsste dazu noch aufgestellt werden.

>>> INFO: Erreichbarkeit und Öffnungszeiten

Das Flüchtlingsbüro Süd, Auf dem Backenberg 8, ist mit dem ÖPNV mit der U35 erreichbar. Haltestelle Hustadt (TQ), danach ca. neun Minuten Fußweg. Alternativ Linie 346 bis Haltestelle Eulenbaumstraße, von dort ca. fünf Minuten Fußweg.

Öffnungszeiten: Mo. bis Do. von 9 bis 12 Uhr. Mittwochs zusätzlich von 13 bis 16 Uhr.

Das Team des Flüchtlingsbüros setzt sich zusammen aus: Yasemin Cinar-Elcicek (0234/ 95 80 84 79), Florian Küper (95 03 49 03), Carsten Weber (95 04 98 98) und Sabine Blobner-Bausch (95 04 98 97).

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