Musiksommer

Musiksommer sorgt für gute Laune an der Ruhr in Dahlhausen

Gute Stimmung herrschte beim Ruhr-Musiksommer des Linden-Dahlhauser Schwimm-Vereins in Dahlhausen – mitten an der Ruhr.

Gute Stimmung herrschte beim Ruhr-Musiksommer des Linden-Dahlhauser Schwimm-Vereins in Dahlhausen – mitten an der Ruhr.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Dahlhausen.   Dreitägige Sause der Linden-Dahlhauser Schwimmer kommt gut an – trotz diverser Konkurrenzveranstaltungen. Viele werden durch die Musik angelockt.

Im Schwimmen liegt zwar die Kernkompetenz des Linden-Dahlhauser Schwimmvereins 1921 (LDSV). Mit Angeboten wie dem sechsten „Ruhr-Musiksommer“ zeigen die Aktiven des Vereins aber auch andere Talente. Das bewies der Verein einmal mehr mit dem Ausrichten der dreitägigen Veranstaltung direkt an der Ruhr. Trotz des Food-Truck-Festivals „Hüftgold“ in Linden kamen jeweils etwa 100 Besucher zu den beiden Band-Abenden. Auch das „Frühstück an der Ruhr“ zum Ausklang am Sonntagmorgen erreichte rund 50 Gäste.

„Allein dieser Standort direkt am Wasser ist ein Pfund. Die lauen Sommerabende trotz des Regens zwischendurch fördern das zudem“, sagt Uwe Labudda, der sportliche Leiter des LDSV. Zusammen mit acht Vereinsmitgliedern wurde das Fest von ihm und dem 1. Vorsitzenden Volkhard Schnitzler organisiert. Gut 25 Aktive unterstützen sie bei der Durchführung des Events mit Musik, Essensspezialitäten und Kinderprogramm. „Für den Nachwuchs öffnen wir zum ersten Mal wieder unsere Bude’“, erzählt Volkhard Schnitzler: „Wer bei der Spielstraße mitmacht, bekommt eine Tüte mit Süßigkeiten als Belohnung.“ Dem Stadtsportbund ist der Vorsitzende dankbar, dass er die Spiel- und Bewegungsmaterialien für Freitag und Samstag kostenfrei zur Verfügung stellte.

Von der Musik an die Ruhrmühle gelockt

Die Live-Musik am Freitagabend mit der Bochumer Band „The Blues Defilers“ kommt bei den Besuchern gut an. „Die ist richtig gut“, freut sich Yara Buschar und schwingt zum Takt mit. Mit ihren Freunden ist sie zu Gast. „Wir wohnen hier in der Nähe und haben uns, als wir sie hörten, auf den Weg gemacht“, so die junge Frau lachend weiter. Der Blick auf die abendliche Ruhr dabei fasziniert nicht nur sie.

„Schöner Ort, gute Musik“, schwärmt auch LDSV-Mitglied Bernhard Klotz und trinkt genüsslich sein Bier. Auch er ist mit Freunden aus dem Stadtteil da. „Hier kann ich mich so richtig entspannen, auch nach der täglichen Arbeit“, so der 59-jährige Mitarbeiter an der Ruhr-Universität weiter. Die kleine Wiese neben dem Clubhaus ist dann sein Lieblingsziel. An diesem Tag ist es die Musik und das gemütliche Miteinander, das ihn anzieht.

Auf das vereinseigene Sommerfest folgte 2014 der „Ruhr-Musiksommer“

Heide Stucke ist ebenfalls zufrieden. „Heute lassen wir uns von den jungen Leuten bedienen“, lacht das 75-jährige Urgestein des LDSV, das es sich mit Freundin Renate Heimann gemütlich gemacht hat. Seit 1950 ist die Seniorin Vereinsmitglied. Zu ihrem Spruch ergänzt sie: „Über viele Jahre haben wir das Sommerfest des Vereins mitorganisiert.“ 2014 wurde dieses Fest vom „Ruhr-Musiksommer“ abgelöst. Stucke ging in den vereinsinternen Ruhestand.

Der Vorsitzende Volkhard Schnitzler hält diesen Wechsel zum „Ruhr-Sommer“ noch immer für richtig. „Es ist uns damit gelungen, wieder vermehrt Leute zwischen 40 bis 65 Jahren anzusprechen“, erklärt er. Zuletzt hatte der Verein nur viele ganz junge und einige ältere Mitglieder. In Zahlen: Der Verein hat heute 741 Mitglieder. In 2016 waren es noch etwa 650. Der Verein stände noch besser da, wenn nicht zuletzt viele der Lehrschwimmbecken an den örtlichen Schulen geschlossen hätten. „Der Ausbau dieser Schwimmschularbeit ist aber wichtig, damit Kinder besser mit den Gefahren im Wasser zurecht kommen“, ist Schnitzler besorgt.

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