Konzert

Musikalische Andacht in Linden im Zeichen des Abschieds

Der Chor „Tongabe“ sowie der evangelische Jugendposaunenchor Linden (hinten) bereicherten die musikalische Andacht in der Christuskirche.

Der Chor „Tongabe“ sowie der evangelische Jugendposaunenchor Linden (hinten) bereicherten die musikalische Andacht in der Christuskirche.

Foto: Gero Helm

Linden.  Für langjährige Organisation der musikalischen Gottesdienste wurde Irmtraud Hansen in der Christuskirche gedankt. Jetzt zieht sie sich zurück.

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Rund 60 Mal fand sie bereits statt: die musikalische Andacht in der Christuskirche in Linden. Trotzdem war das beliebte Konzert diesmal etwas Besonderes für die Organisatorin Irmtraud Hansen. „So viele Zuschauer waren noch nie da“, freute sich die Seniorin, als sie die 100 Besucher in der Kirche begrüßte.

Hansen hatte darüber hinaus selbst für eine Neuerung gesorgt, denn auch das Programm war so voll wie nie zuvor. Etwa 30 Sänger sowie Musiker aus mehreren Chören und Solisten wirkten diesmal mit statt wie üblich „nur“ ein Musiker oder ein Ensemble. Das reichte vom Jugendposaunenchor der Kirchengemeinde, der mit elf Aktiven antrat, über zwei weitere Chöre bis hin zu Solistin Sonja Fringes.

Duo übernimmt die Leitung

Der Grund für die vielen Auftritte offenbarte sich am Ende der Andacht. Irmtraud Hansen, die langjährige ehemalige Presbyterin der Kirchengemeinde, stand dabei selbst im Mittelpunkt. Ab sofort tritt sie bei der Organisation der Konzerte in die zweite Reihe zurück. Gemeindepfarrerin Angelika Hövermann dankte ihr zusammen mit den beiden Mitorganisatorinnen Andrea Kampmann und Julia Haas für ihre Arbeit. Die beiden übernehmen die Leitung nun federführend. „Irmtraud Hansen wird uns weiterhin erhalten bleiben“, freute sich Kampmann. Die Besucher applaudierten kräftig.

Potpourri bunter Melodien

Pfarrerin Hövermann ging bei ihrem Dank noch weiter. „Die von Irmtraud Hansen seit sechs Jahren organisierte Andacht ist ein gelungenes Beispiel für ein zutiefst evangelisches Gottesdienstverständnis: Ehrenamtliche gestalten selbst von der Basis aus ihre Kirche“, erklärte sie und spielte damit nicht nur auf die vielen Aktivitäten von Hansen an. Auch darüber hinaus wirken etwa zehn weitere ehrenamtliche Gemeindemitglieder bei der Gestaltung – ob Musik, Andacht, Gebet oder Schlusssegen – mit.

Der Jugendposaunenchor eröffnete die Andacht mit einem Potpourri bunter Melodien. Der Chor „Vox Nobile“knüpfte unter Leitung von Sopranistin Dora Rubart-Pavlikova daran an. Kampmann (Flöte) und Haas (Orgel) folgten. Der Chor „Tongabe“ und Irmtraud Hansens Tochter Sonja setzten weitere Akzente. Die eigentliche Andacht übernahm Lothar Eckel. Presbyter Klaus Schollas lud zum Gebet ein.

Jeder Gottesdienst ist etwas Besonderes

Beim Publikum kam das bestens an. Gabriele Wels, die öfter zur Andacht kommt, sagte: „Für mich ist dieser Gottesdienst immer wieder etwas Besonderes, weil die Musik eine ganz andere Atmosphäre schafft. Heute war ich begeistert von der Vielfalt der Musik. Für jeden war etwas dabei.“

Für Irmtraud Hansen war das eine tolle Bestätigung ihrer Arbeit. „Manchmal haben wir die Andacht nur mit zwei Leuten gefeiert. Aber wir haben durchgehalten.“

>> NÄCHSTE ANDACHT AM 3. FEBRUAR

Musikalische Andachten gibt es in der Christuskirche (Hattinger Straße 786) seit 2011. Gründerinnen waren die ehemalige Presbyterin Irmtraud Hansen und Gemeindeorganistin Andrea Kampmann. Julia Haas stieß vor etwa drei Jahren dazu.

Die Andacht findet an jedem ersten Samstag im Monat ab 12 Uhr statt. Im Juli/August fällt sie aus. Musiker gestalten die Gottesdienste mit. Die nächste Andacht am Samstag, 3. Februar, gestalten Julia Haas (Orgel) und Edith Schnack (Querflöte).

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