Marktplatz

Lindener wollen Wilhelm-Hopmann-Platz zum Bürgertreff machen

Die Bürgerinformationsveranstaltung  zur Umgestaltung des Wilhelm-Hopmann-Platzes fand direkt vor Ort statt.

Die Bürgerinformationsveranstaltung zur Umgestaltung des Wilhelm-Hopmann-Platzes fand direkt vor Ort statt.

Foto: Gero Helm

Bochum-Linden.   Beim Workshop auf dem Wilhelm-Hopmann-Platz werden Ideen gesammelt für eine Umgestaltung. Die Bürger wünschen eine Boulebahn und Kleinkunstbühne.

Marc Gräf (SPD), Bezirksbürgermeister Südwest, spricht von einer „Bürgerbeteiligung der anderen Art“, die er auf dem Lindener Marktplatz moderierte. Die Teilnehmer drängten sich auf dem Wilhelm-Hopmann-Platz eng zusammen, um über die Umgestaltung der Fläche im Herzen Lindens zu diskutieren. Ausgangspunkt war der Workshop zum geplanten Platzumbau. So hatte die CDU-Fraktion im Bezirk angeregt, den Etat zu erhöhen, und auf dem Wilhelm-Hopmann-Platz eine Markthalle zu errichten.

Entwürfe der Architekten

Der Bezirk sah sich zunächst den Markt auf dem glasüberdachten Carlplatz in Düsseldorf an und gab beim Lindener Architektenbüro Entwürfe für den Lindener Markt in Auftrag, finanziert aus eigenen Mitteln. Um zu erfassen, was die Bürger und was die Politiker sich für eine Platzumgestaltung wünschen, folgte jetzt dieser Workshop unter freiem Himmel. „Wir waren überrascht, wie viele Ideen die Lindener Bürger einbrachten, und dass sie so ganz anders waren als die Vorschläge, die wir bislang diskutiert hatten“, so Marc Gräf anschließend.

Die Tendenz war eindeutig: Die Lindener wünschen sich den Wilhelm-Hopmann-Platz als Treffpunkt, als Ort der Begegnung in ihrem Stadtteil.

„Sie wollen keine aufwändige Neugestaltung, sondern vor allem eine Möglichkeit, sich spielerisch zu betätigen oder anderen dabei zuzusehen“, berichtet der Bezirksbürgermeister. So wünschen sich viele eine Boulebahn. Es wurde angeregt, einen Teil der Fläche zwischen den großen Platanen fürs Boulespiel zu nutzen, parallel könnte das Areal zur Bühne werden, etwa für Kleinkunst-Inszenierungen. „So eine charmante Idee hatte zuvor keiner von uns auf dem Schirm“, sagt Marc Gräf.

Kontrovers wurde auch diskutiert, ob überhaupt noch Parken auf dem Wilhelm-Hopmann-Platz zugelassen werden sollte, doch sei der Parkdruck in Linden-Mitte groß. Die Idee einer Markthalle fand keinen Beifall, allein schon, weil dann kein Platz mehr für die Kirmes wäre.

Mauern von Graffiti befreien

All’ diese Anregungen der Teilnehmer wurden in einer Zettelbox gesammelt und werden die Grundlage sein für weitere Debatten mit den Bürgern. Was im laufenden Geschäft rasch an Verbesserungen gemacht werden kann, soll nun schnellstmöglich erledigt werden, wie Reinigung der Fläche und der verschmierten Mauern. Alles andere soll in den Etatberatungen ab Herbst diskutiert werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben