Flüchtlingshilfe

Lennershofstraße 19 – eine gute Adresse für Lebenshilfe

Anne Maier (v.l.), Wolf Weisbach, Tanya Wolf, Christine Czerwinski, Jörg Menden, Andreas Galatas und Monika Gärtner sind Mitglieder des Vereins Querenburger Netzwerk, die die von der Stadt zur Verfügung gestellte Anlaufstelle an der Lennershofstraße 19 mitbenutzen, um in der Nachbarschaft zu helfen.

Anne Maier (v.l.), Wolf Weisbach, Tanya Wolf, Christine Czerwinski, Jörg Menden, Andreas Galatas und Monika Gärtner sind Mitglieder des Vereins Querenburger Netzwerk, die die von der Stadt zur Verfügung gestellte Anlaufstelle an der Lennershofstraße 19 mitbenutzen, um in der Nachbarschaft zu helfen.

Foto: Dietmar Wäsche

Querenburg.   An der Lennershofstraße 19 stellt die Stadt Ehrenamtlichen Räume für Flüchtlings- und Nachbarschaftsarbeit. Mit dabei: das Querenburger Netzwerk.

Im Haus an der Lennershofstraße mit der großen weißen 19 auf blauem Grund ist eigentlich immer was los. Ehrenamtliche Aktive aus dem Stadtteil bieten hier vor allem Flüchtlingen Lebenshilfe und unterstützen sie bei ihrem Start in einen neuen Lebensabschnitt in einem fremden Land. Dabei ist ihnen aber auch das nachbarschaftliche Miteinander wichtig.

Diese Anlaufstelle hat die Stadt zur Verfügung gestellt. Die gesamte obere Etage, zwei zusammengelegte Wohnungen, können für die vielfältigen Angebote genutzt werden. „Projektraum Lennershof“ steht auf einem Schild. Es gibt ein Büro, zwei Kinderbereiche, eine Computerecke, einen Workshopraum und einen Unterrichtsraum. Die Küche nicht zu vergessen. Hier versammeln sich jeden Mittwoch alle Ehrenamtlichen zum Planungstreffen. Auch die Mitglieder des vor einem Jahr gegründeten Querenburger Netzwerks.

Gruppe der Aktiven ist bunt gemischt

„Ausgangspunkt unserer Initiative war, als 50 Flüchtlingsfamilien in Wohnungen am Schebbruch einzogen“, erinnert sich Andreas Galatas, Vorsitzender des Vereins. „Diesen Menschen wollten wir helfen. Toll, dass uns und allen anderen in der Flüchtlingshilfe Aktiven die Stadt diese Räume zur Verfügung stellen.“ Um auch Fördermittel für verschiedene Projekte beantragen zu können, gründeten Andreas Galatas und seine Mitstreiter einen Verein.

Die Gruppe ist bunt gemischt. Monika Gärtner bringt sich als Sozialpädagogin und Grünen-Bezirksvertreterin ein. Wolf Weisbach und Gudrun Schäfer bieten Deutsch-Kurse an. Anne Meier aus Altenbochum ist ins Netzwerk „so reingeraten“ und hat festgestellt, „wie schön das ist, auf diesem Weg in Kontakt zu anderen Kulturen zu kommen.“ Tanya Wolf ist vom Akademischen Förderungswerk und hilft beim sonntäglichen Brunch. Jörg Menden hält den Kontakt zur Stadt. Christine Czerwinski bringt ihre Erfahrungen als Teil der Hustadt-Initiative „Die Kümmerer“ zum Tragen. Um nur einige zu nennen.

Für die Einrichtung selbst gesorgt

Sie alle bringen ihre Fähig- und Möglichkeiten ein, um zu helfen. Auch bei der Einrichtung der Anlaufstelle an der Lennershofstraße 19. „Am Anfang haben wir auf dem Fußboden gefrühstückt“, erinnert sich Anne Meier. Jeder, der Möbel übrig hatte, brachte welche mit. Inzwischen kann sich die Ausstattung sehen lassen.

Hier wird gespielt, gequatscht und ganz viel geholfen. Etwa beim Ausfüllen von Formularen. Jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr gibt es ein „Mitbring-Brunch“ für die Nachbarschaft. Dann wird gemeinsam gegessen, Schach gespielt und bei Bedarf Problemen auf den Grund gegangen.

Für die nächsten Monate haben die Netzwerker noch viel vor. „Nähkurse, Fitness für Frauen, eine Mutter-Kind-Gruppe, ein Gartenprojekt hinterm Haus – uns fällt immer wieder etwas Neues ein“, versichert Christine Czerwinski. Die Wohnung bleibt den Aktiven vorerst noch erhalten. „Wir haben die Zusage bis Ende 2017“, sagt Monika Gärtner, „solange, bis die VBW hier baut.“ Und das, da ist die Lokalpolitikerin sicher, dürfte noch dauern.

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