Oldie-Night

Katholische Gemeinde Wiemelhausen rockt für die Jugend

Die „Rockfellas“ wussten bei der Oldie-Night sehr zu gefallen und „mussten“ einige Zugaben spielen.

Die „Rockfellas“ wussten bei der Oldie-Night sehr zu gefallen und „mussten“ einige Zugaben spielen.

Foto: Joachim Hänisch

Bochum-Wiemelhausen.   Zum dritten Mal bringen Cover-Bands das katholische Gemeindehaus zum Kochen. Erlös der Wiemelhauser Oldie-Night fließt in die Jugendarbeit.

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Die Wiemelhauser ließen sich nicht lange bitten. Bei der dritten Oldie-Night im Gemeindehaus St. Johannes tobte bereits kurz nach dem Einlass um 19 Uhr der Bär. Die Messdiener hatten eine Lichtanlage eingerichtet, die mit Laser und Nebelmaschine kaum Wünsche offen ließ und die Partystimmung anheizte.

Aber vor allem die handgemachte Rockmusik war am Samstagabend Garant für die volle Hütte in der katholischen Gemeinde. Die erste Band, „The Heartbeats“, schaffte es schnell, das Publikum auf Temperatur zu bringen. Ehrlicher Gitarrensound ohne Firlefanz aus den 60er und 70er Jahren zeichnet die Truppe rund um Sänger Achim Wilhelm aus. Währenddessen wartete im Backstage-Bereich bereits die Bochumer Cover-Band „Skarabäus“.

Bands loben die Organisation

Gerade die Räumlichkeiten, in denen sich die Musiker auf eine Mettwurst und ein Kaltgetränk zurückziehen konnten, erfreuten die Künstler. „Außerdem ist die Bühne aufgebaut. Wir müssen nur noch einstöpseln. Sonst schleppen wir bei Konzerten immer alles ran und hinterher wieder weg. Das hier ist schon Luxus“, befand Gerlinde Brown von „Skarabäus“, die mit Keyboard, Percussion und Background-Gesang kurz darauf Songs wie „Nothing else matters“ und „Brothers in Arms“ präsentierte. Als dritte Bands hielten die „Rockfellas“ aus Witten und Herdecke das Wiemelhauser Publikum bei bester Laune.

Die vielgelobte Organisation der Oldie-Night lag abermals vor allem in den Händen von Gemeinderatsmitglied Raimund Schlenker und Kurt Mittag, Manager der Band „Just-4-Fun“, die das Zugpferd des Partyabends war und zudem die Technik mitbrachte.

Erlös für die Jugendarbeit bestimmt

Wie in den vergangenen Jahren ist der Erlös des Benefizkonzertes für die Jugendarbeit der Gemeinde St. Johannes bestimmt. „Das Geld wird gedrittelt, damit die Gruppentreffen und -fahrten schön gestaltet werden können“, sagte Reimund Schlenker.

Die Jugendarbeit der Gemeinde umfasst rund 265 aktive Mitglieder, die sich zusammensetzen aus 180 Pfadfindern, 60 Mitgliedern der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und 45 Messdienern.

„Just-4-Fun“ zurück aus Frankreich

Die letzte Band des Abends, eben „Just-4-Fun“, spielt seit Jahren auf den evangelischen Kirchentagen und absolvierte jüngst eine kleine Frankreich-Tournee – aber auch nach Wiemelhausen kommt die Truppe aus Werne liebend gerne. „Die Zusammenarbeit passt einfach. Der Abend ist zu einem Highlight geworden“, sagte Rosita Mühlenstaedt, eine der beiden Leadsängerinnen der Band, die sich besonders auf ihr Cover von „Sisters are doing it for themselves“ (von Aretha Franklin und Annie Lennox) freute.

Am Ende, gegen Mitternacht, dürfte einiges für die Jugendarbeit in St. Johannes gesammelt worden sein. Über den Geldregen freuen sich bald Menschen wie Lea Westholt. Die 20-Jährige leitet eine der Gruppen der KjG. „Meine Kinder wünschen sich schon lange einen Ausflug in den Trampolinpark. Aber wir brauchen auch immer Geld für unsere Sommerfahrt, um Familien zu unterstützen, damit auch wirklich jeder mitfahren kann“, so die Studentin.

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