Vorlesetag

In der Bücherei Querenburg wird Lesen mit Aktion verbunden

Lukas, Cedric, Sina und Aya (v.l.) , allesamt Viertklässler der Waldschule, besprechen mit ihrer Lehrerin Heike Hasenclever eine Aufgabe.

Lukas, Cedric, Sina und Aya (v.l.) , allesamt Viertklässler der Waldschule, besprechen mit ihrer Lehrerin Heike Hasenclever eine Aufgabe.

Foto: Gero Helm

Querenburg.   In der Stadtteilbücherei Querenburg geht es beim bundesweiten Vorlesetag nicht nur ums Zuhören. Die Kinder werden auch zu Wettkämpfen aufgefordert.

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Lesen? Ja, bitte! In der Stadtteilbücherei Querenburg im Uni-Center ging es beim 13. bundesweiten Vorlesetag fröhlich rund. Birgit Schwennecker und Barbara Feldbrugge von „Jugendstil NRW“ entführten 46 Schüler der Klassen 4b und c der benachbarten Waldschule in die Fantasiewelt der Kinderliteratur. Die Kleinen machten begeistert mit.

Das lag nicht nur allein an der Literatur, die die beiden Literaturpädagoginnen mitbrachten. Vielmehr war es der lebendige Wechsel von Aktion und Vorlesen. So boten Feldbrugge und Schwennecker zwischen den Lesungen von altersgerechten Büchern immer wieder kleine Wettbewerbe an, bei denen die Kinder in zehn Kleingruppen gegeneinander antraten.

Die Aktionen passten jeweils zu den von Barbara Feldbrugge vorab spannend vorgetragenen Geschichten. So mussten die Gruppen nach dem Buch „Das wilde Mäh“ (Vanessa Walder) die unterschiedlichen Eigenschaften von Wolf und Schaf bestimmen. Für jedes richtig zugeordnete Stichwort gab es für die Gruppe Punkte. „Zum Beispiel hat ein Schaf ein weißes, lockiges Fell, während der Wolf glatt und grau ist“, erklärte Norin (9).

Zum Buch „Die schaurigste Geschichte der Welt“ (Philip Kerr) folgte der Wettbewerb „Gruselgrimassen schneiden“. Da schnitten alle gleich gut ab. Birgit Schwennecker fasste das schmunzelnd so zusammen: „Ich würde euch alle für eine Geisterbahn anheuern.“

Schokoladensorten raten hieß das Spiel zum Buch „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (Roald Dahl). Der Autor Dahl sei zwar unter Kindern in Deutschland weniger bekannt, so Feldbrugge einführend, in England dafür umso mehr. Anschließend zog sie alle Kinder mit ihrer Geschichte in den Bann.

Allen voran Lars (9), der anschließend erklärte: „Ich fand Charlie und die Schokoladenfabrik am besten, weil es so lustig war“. Das Mitglied der Schülerzeitungsredaktion traf damit die Meinung vieler Mitschüler. Denn Cedric, Helin, Luise, Santina und Schevek favorisierten ebenfalls dieses Buch. Für Isabella, die gerne „Bibi & Tina“ liest, war hingegen klar: „Das wilde Mäh ist das beste Buch.“

Die Viertklässler fanden die Aktion toll. Zufrieden war auch Klassenlehrerin Heike Hasenclever (4c): „Der Wechsel von Vorlesen und Wettkampf hat selbst die Kinder begeistert, die bücherfern erzogen wurden.“ Schon in der Schule wirkt die 60-jährige Pädagogin dem entgegen, indem Eltern ein Mal im Monat zu Vorlesepaten werden. Auch die Lehrerinnen lesen vor.

Die vielfältige Lesehilfe scheint erfolgreich zu sein. „Die meisten Kinder kenne ich schon aus unserer Bücherei“, stellte Leiter Torsten Eilks fest. Die Veranstaltung fand auch er sehr lebendig.

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