Hustadt

Hustädter Senioren wünschen mehr Sicherheit im Viertel

Die Hustadt rund um den Brunnenplatz wurde bereits aufwändig umgestaltet. Richtig sicher fühlen sich die Senioren hier aber noch nicht.

Die Hustadt rund um den Brunnenplatz wurde bereits aufwändig umgestaltet. Richtig sicher fühlen sich die Senioren hier aber noch nicht.

Foto: Jürgen Theobald

Querenburg.   Querenburger Senioren machen deutlich, was ihnen wichtig ist: Kontakte, ein gutes Netzwerk, der Umgang mit neuen Medien und ein sicheres Umfeld.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Älterwerden in der Hustadt“ – unter dieser Überschrift stand der Runde Tisch, an den ein Arbeitskreis, bestehend aus Seniorenbüro Süd, Förderverein Hukultur und evangelischer Gemeinde Querenburg, jetzt Senioren und lokale Akteure ins Hustadtzentrum einlud. Das Interesse war groß, das Mitteilungsbedürfnis erfreulich ausgeprägt und der Saal entsprechend voll.

„Wenig ist sicher, außer: Wir werden älter“, unterstreicht Pfarrer Christian Zimmer zu Beginn die Bedeutung dieses Treffens, mit dem den betagteren Anwohnern der Hustadt ein Forum geboten werden soll. Eine Möglichkeit, Sorgen, Nöte und Bedürfnisse mitteilen zu können.

Aufklärung über Abzockmethoden von Trickbetrügern

Vor zwei Jahren hatte der Förderverein Hukultur in einer Zukunftskonferenz gefragt, wie die Hustadt im Jahr 2020 aussehen soll. Eine Fragebogen-Aktion und zwei Runde Tische später ist nun klar: am liebsten sicher.

Das Thema Sicherheit im Viertel ist den Senioren am wichtigsten. Und in diesem Zusammenhang vor allem Aufklärung über immer neue Abzockmethoden von Trickbetrügern. Angeregt werden Veranstaltungen mit der Polizei, in denen anhand von Rollenspielen eingeübt werden soll, wie man am besten reagiert.

Bürger beklagen dunkle Angst-Ecken

Zudem wünschen sich die Hu­städter mehr Licht in ihrem Viertel. Es gebe noch immer zu viele dunkle Angst-Ecken, etwa die Brücke an der Lennershofstraße und die Gegend an den Haltestellen Hustadt und Lennershof.

Auch sind die Senioren sehr daran interessiert, den Umgang mit den neuen Medien zu erlernen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Speziell dafür will sich die Ifak den älteren Bewohnern mehr öffnen. Aktuell werden die Räume entsprechend umgebaut, um ab Ende März Computer- und Smartphonekurse für Senioren in der Hustadt anbieten zu können.

Ein weiteres beliebtes Angebot – der Gymnastikkreis im Hustadtzentrum – soll auf jeden Fall bestehen bleiben. Dies versichert Pfarrer Christian Zimmer. Aktuell gibt es Probleme, weil sich die evangelische Familienbildungsstätte Tabea ab Ende März aus der Gesundheitsgymnastik zurückzieht.

TV Brenschede will Sportangebot sicherstellen

Doch laut Sabine Böhnke-Egbaria vom Seniorenbüro Süd hat sich bereits der TV Brenschede bereiterklärt, das Sportangebot sicherzustellen.

Wichtig sind den Senioren auch Kontakte und ein funktionierendes Netzwerk. Um über die vielen Angebote und Kontaktstellen in der Hustadt einen Überblick zu bekommen, hat der Arbeitskreis eigens einen Flyer mit allen wichtigen Adressen und Telefonnummern entworfen. Und wer Kontakt zu anderen Senioren sucht, kann an einem weiteren Stadtteilspaziergang-Angebot teilnehmen (siehe Info-Box).

Und nicht zuletzt stehe auch das Hustadtzentrum der Gemeinde stets als Anlaufstelle zur Verfügung, sagt Pfarrer Zimmer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben