Matthäuskirche

Die Evangelische Gemeinde feiert 150 Jahre Matthäuskirche

Weitmar.  Die Evangelische Gemeinde Weitmar feiert das Jubiläum der Matthäuskirche mit einem zehn-tägigen Veranstaltungsreigen. Der Name ist noch jung.

Als Pfarrer Ludwig Ludolph und sein Presbyterium vor 152 Jahren am 31. Oktober 1866 den Grundstein für die Matthäuskirche legten, sollte sie eigentlich Friedenskirche heißen. Das schrieb am 3. November 1866 der „Märkische Sprecher - Amtliches Bochumer Kreisblatt“. Als Grund dafür wurde der damalige preußisch-österreichische Krieg genannt, an dessen Friedensschluss die neue Kirche erinnern sollte.

Im Krieg schwer beschädigt

Der Name fand bei der Einweihung am 10. Dezember 1868 keine Berücksichtigung mehr. Die Kirche hieß vielmehr „Evangelische Kirche Weitmar.“ Den Namen „Matthäuskirche“ erhielt sie erst zum 100-jährigen Bestehen 1968.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche, inklusive der weiteren Gemeindegebäude rundherum, bei einem Bombenangriff am 9. Oktober 1944 schwer beschädigt. Erst am 20. Dezember 1953 fand die Wiedereinweihung statt.

Die evangelische Ortsgemeinde feiert den 150. Geburtstag der Kirche mit allen Gemeindemitgliedern. Den zehn-tägigen Veranstaltungsreigen eröffnen am Samstag, 1. Dezember, von 16.30 bis 16.55 Uhr „Adventliche Klänge vom Turm der Matthäuskirche“, Matthäusstraße 5. Der evangelische Posaunenchor Engelsburg-Weitmar spielt auf dem Turmbalkon und stimmt den Stadtteil auf die Adventszeit ein. Ab 17 Uhr folgt eine „Adventliche Abendmusik“ in der Matthäuskirche. Mitwirkende sind Kirchenmusikerin Ute Wiegard und Flötenensembles.

Motto: „Ihr sollt auch leben“

Am Sonntag, 2. Dezember, gibt es ab 10.30 Uhr einen Gottesdienst für alle Generationen mit dem Motto „Ihr sollt auch leben“. Die Vorschulkinder der Matthäus-Kindertagesstätte und die Kindergottesdienstkinder gestalten ihn mit den Pfarrern Ursula Borchert und Paul-Gerhard Böhringer. Im Anschluss gibt es einen Umtrunk auf das Kirchenjubiläum sowie Mittagessen auf dem benachbarten Kita-Gelände.

Das Seniorenbüro Südwest unterstützt am Montag, 3. Dezember, den Festreigen. Es organisiert einen Stadtteilspaziergang zu „Von der Silvesterkapelle zur Matthäuskirche“. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Bezirksverwaltungsstelle Weitmar, Hattinger Straße 389. Von dort geht es durch den Schlosspark zur Ruine der Silvesterkapelle – der ersten Gemeindekirche ab 1543 – und zur Matthäuskirche. Nach einer Kirchenführung gibt es Kaffee im Matthäushaus.

Zeitzeugen erzählen Geschichten

„Meine Geschichte mit der Matthäuskirche“ ist das Thema am Dienstag, 4. Dezember, von 15 bis 17 Uhr. Bei einem Erzählcafé in adventlicher Caféhaus-Atmosphäre – Musik, Kaffee und Kuchen – erzählen Zeitzeugen von „ihrer“ Matthäuskirche. Die Besucher können ihre Erlebnisse miteinfließen lassen. Eintritt: drei Euro (inklusive Kaffee und Kuchen). Kartenvorverkauf im Gemeindebüro, nach dem Gottesdienst sowie in den Gruppen und Kreisen.

Weitere Veranstaltungen bis Montag, 10. Dezember, folgen. Unter anderem der Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, 9. Dezember, um 10 Uhr mit anschließendem Adventsmarkt. Eine regelmäßig „offene Matthäuskirche“ begleitet die Festtage: Mo (3.) 18-19 Uhr, Di (4.) 17-18 Uhr, Mi. (5.) 15-17 Uhr, Do. (6.) 9-11 und 17-18 Uhr, So. (9.) 11.30-16 Uhr sowie Mo. (10.) 18-19 Uhr.

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