Ehrenamt

Die CDU verleiht den Ehrenamtspreis den Rettern der DLRG

Alle auf einmal hätten nicht in die Station gepasst: 450 Mitglieder zählt die Ortsgruppe, die sich für den ganzen Bezirk über den Preis freut. Foto:Vladimir Wegener

Alle auf einmal hätten nicht in die Station gepasst: 450 Mitglieder zählt die Ortsgruppe, die sich für den ganzen Bezirk über den Preis freut. Foto:Vladimir Wegener

Dahlhausen.   CDU-Kreisvorsitzender Christian Haardt dankt in Dahlhausen für das Engagement der DLRG. Fünf Ortsgruppen sind in Bochum ständig im Einsatz.

Noch ist keine Wachsaison an der Ruhr und am Kemnader See, aber die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppen haben trotzdem schon, oder vielmehr laufend zu tun. Es sind längst nicht allein die vielleicht spektakuläre Rettungsaktionen, wie in der Wachstation an der Ruhrmühle deutlich wurde. Die Verleihung des diesjährigen Ehrenamtspreises des CDU-Kreisverbandes Bochum war für Torsten Kelle, Ortsgruppenchef im Südwesten und Bezirksleiter der DLRG, Anlass für eine Bilanz.

Unglück gab den Ausschlag zur Gründung

1700 Helfer sind im ehrenamtlichen Einsatz in den Ortsgruppen, neben der im Südwesten in Bochum-Mitte, Langendreer-Werne, Süd und Wattenscheid. Ironisch fragte Kelle, wie es schon so lange Zeit bei uns Turn-, Schützen- oder Fußballvereine geben konnte, aber Lebensretter sich erst vor 106 Jahren in Deutschland und vor 94 Jahren in Bochum organisierten? Wenn doch schon 1811 ein preußischer Ministererlass die Bedeutung des Schwimmens für die Eigen- und Fremdrettung unterstrich.

„Erst im Juli 1912 gab ein Unglück im Kurort Binz an der Ostsee den Ausschlag, als zehn Frauen, vier Männer und zwei Kinder ertranken,“ erinnerte er.

Schwimmausbildung bildet Schwerpunkt

Im Gründungsaufruf der DLRG 1913 wurde immerhin auch noch angeführt, jährlich ertränken 5000 Menschen in Deutschland. So bildet die Schwimmausbildung auch heute einen Schwerpunkt der DLRG-Arbeit. Und der Jugendarbeit: „Fast 60 Prozent der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche“, zählte Kelle auf.

„Dabei gibt es außer Arbeit, Dienst und Pflicht bei uns nichts zu gewinnen, vielmehr bringen die Aktiven ihr Geld für die Wachkleidung ein, verbringen ihren Urlaub an der Nord- oder Ostseeküste an der Wachstation.“

Lehrschwimmbecken im Fokus

Und weiter: „Auch alle Bochumer Rettungswachen und die Ausrüstung sind durch die DLRG finanziert, jeden Stein haben wir selbst bewegt, für jedes Rettungsboot lange gespart.“

Allerdings mahnte Kelle auch, über das Programm „Gute Schule 2020“ würden sechs Lehrschwimmbecken saniert, doch das reiche nicht. Die restlichen Becken wiesen erheblichen Sanierungsstau auf und würden nach Defekten häufig geschlossen: „Das ist keine gute Basis für die Schwimmausbildung in den Stadtteilen.“

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