Politik

Die Anlieger wollen für ihr freies Feld kämpfen

Stefan Ernst (l.) moderierte das Treffen im „Grunewald“, bei der die Bürgerinitiative aus der Taufe gehoben wurde. Foto:Manfred Sander

Stefan Ernst (l.) moderierte das Treffen im „Grunewald“, bei der die Bürgerinitiative aus der Taufe gehoben wurde. Foto:Manfred Sander

Steinkuhl.   Widerstand gegen mögliche Wohnbebauung formiert sich in Steinkuhl. Bezirk hatte diesen Bereich im Rahmen der Flächenbewertung schon ausgenommen.

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Noch handelt es sich bei dem stadtweiten Programm um eine grob abgesteckte Suche der Verwaltung nach möglichen Flächen für eine künftige Wohnbebauung. Doch regt sich bereits im frühen Stadium Widerstand, wie bei den Nachbarn der Fläche, die von der Alten Markstraße, Am Langen Seil und der Schadowstraße eingefasst wird. Derzeit ein Feld, verpachtet von der Stadt, so die Rahmenbedingungen für die Informationsveranstaltung.

Zahlreiche Besucher

Ein volles Haus bescherte das Interesse der Steinkuhler dem „Grunewald“ am Sportplatz. Als Moderator vermittelte Stefan Ernst als Anwohner. Er berichtete, die Bezirksvertretung Süd habe sich bereits bei der Beratung über das Wohnbau-Flächenprogramm dahingehend verständigt, diese Fläche herauszunehmen.

Das empfahl die Mehrheit der Besucher des Abends auch für die weitere Beratung des Themas. Dabei zeigte sich, dass sich offenbar noch nicht alle Parteien im parlamentarischen Spektrum Bochums dazu festgelegt hatten. Allerdings, so die Einschätzung, sei es möglich, auch in den Beratungen und Abstimmungen in den Fachausschüssen und im Rat entweder dieses Flächenprogramm je nach Stadtbezirken oder sogar nach Einzelflächen auszulegen.

Die Argumente der kürzlich erfolgten Flächen-Besichtigung vor Ort wurden noch einmal gebündelt. Eine Wohnbebauung der jetzigen Freifläche würde die Nachbarschaft schon aus ökologischen Gründen „erheblich betreffen“.

Belastungen durch den Verkehr

Das Viertel sei ohnehin durch die Nähe zur Autobahn A 448, Markstraße und die Gewerbeansiedlung sowie den Verkehr auf der Fläche Mark 51/7 stark belastet, das Feld im Innern ein wichtiger Ausgleich.

Auch müsse dort mit Schäden durch oberflächennahen Bergbau gerechnet werden. Die Nachbarn schilderten, dass es in der Nähe immer wieder zu Senkungen und Tagesbrüchen gekommen sein. Am Rand des Feldes habe sich über die Jahre ein Siepen entwickeln können, der vielen Tierarten Rückzugsmöglichkeiten biete.

Außerdem, so dokumentierte Stefan Ernst anhand eines Auszuges der Internetpräsentation der Stadtverwaltung, sei die Fläche von großer Bedeutung als Frischluftschneise, die Temperatur dort um Einiges niedriger als in den dicht bebauten Bereichen drumherum.

Die Bürgerinitiative, die sich an diesem Abend gründete, will ihren Widerstand gegen eine Wohnbebauung des „Reimerts Feld“ genannten Bereichs „vom Feldrand ins Rathaus tragen“.

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