Geschäftsjubiläum

Dachdeckerei Hoose ist seit 100 Jahren in Familienhand

Die Zunftkluft der Dachdecker schätzt die aktuelle Mannschaft der Dahlhauser Firma immer noch. Foto:Michael Grosler

Die Zunftkluft der Dachdecker schätzt die aktuelle Mannschaft der Dahlhauser Firma immer noch. Foto:Michael Grosler

Dahlhausen.   Die Dahlhauser Traditionsfirma Hoose feiert das runde Jubiläum. Dachdeckermeister Jörn Hoose setzt auf E-Mobile und Solaranlagen für das Klima.

Dass sich Ludwig Leidheiser vor 100 Jahren in Bochum verliebte, prägt seinen Urenkel ganz wesentlich: 1919 gründete er sein Unternehmen, das heute noch in Dahlhausen ansässig ist. Gerne blickt Inhaber Jörn Hoose auf die Geschichte des Familienbetriebs zurück – wie bei der Jubiläumsfeier. Genauso wichtig ist ihm auch die zukunftsgerichtete Arbeit: Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle für den Dachdeckermeister.

Auch privat, seine Frau und er fahren E-Mobile, die sie durch ihre Solaranlage aufladen. 2016 bekam Jörn Hoose den Klimaschutz-Preis in

Gold für sein Privathaus. Eine Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater hat sein Bewusstsein für die Klimafreundlichkeit seines Unternehmens geschärft: „Mit meinem Handwerk kann ich viel umsetzen.“

Im eigenen Unternehmen strebt Jörn Hoose ebenfalls einen klimaneutralen Betrieb an. „Wir haben einige Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt und möchten gerne die Solaranlage erweitern.“ Er denkt auch über eine Kleinwindkraft-Anlage nach, da sie die ideale Ergänzung zur Solaranlage im Winter sei, „dafür bräuchten wir aber eine Genehmigung.“

Bei der Gründung von Hoose Bedachungen kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs spielt der Klimaschutz freilich noch keine große Rolle.

Auf „Wanderschaft“ begegnet Ludwig Leidheiser seiner zukünftigen Ehefrau und entscheidet sich dazu, in Bochum sesshaft zu werden. 1972 übernimmt schließlich Enkel Jürgen Hoose das Unternehmen, die Generation dazwischen hat der Zweite Weltkrieg gefordert.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch das Wachstum des Betriebs: die Mitarbeiteranzahl steigt von vier auf zehn, die Aufträge verteilen sich auf das gesamte Bochumer Stadtgebiet. Kirchendächer, städtische Gebäude, Privathäuser – Hoose Bedachungen wirkt an vielen Bauten und Renovierungen mit.

2006 übernimmt Jörn Hoose den Betrieb. Einige Arbeiten sind ihm ganz besonders im Gedächtnis hängen geblieben, etwa am Verbundwasserwerk Witten und an der Empfangshalle im Dahlhauser Bahnhof. „Ein persönliches Highlight war, als ich den Richtspruch beim Musikforum halten dürfte.“

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