Kirchensanierung

Christuskirche in Bochum-Dahlhausen erhält eine neue Fassade

Pfarrer Rolf Schuld beobachtet die Arbeiten an der Fassade und am Dach der Christuskirche. Die Arbeiten sollen bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein.

Pfarrer Rolf Schuld beobachtet die Arbeiten an der Fassade und am Dach der Christuskirche. Die Arbeiten sollen bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein.

Foto: Foto: Wicho Herrmann

Linden.  Die Christuskirche an der Hattinger Straße wird saniert: Sie erhält eine frische Fassade und ein neues Dach. Die Kosten betragen 220.000 Euro.

Die Christuskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Linden an der Hattinger Straße erhält eine frische Fassade. „Wir sanieren nun die Südost-Seite der Kirche nebst dem Vorbau für den Altarbereich“, erklärt Pfarrer Rolf Schuld. Hinzu kommt das Dach auf dieser Seite.

In 2016 wurden bereits Dach und Fassade an der zum Tal hin gelegenen Nordwest-Seite der Kirche instand gesetzt.

Arbeiten bis zu den Ferien

Bis zu den Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Schuld ist erstmal froh, dass die Arbeiten überhaupt begonnen haben. „Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, weil Architekt und Bauleiter Christoph Harder noch vor wenigen Wochen davon sprach, dass es schwierig sei, Handwerker zu finden“, erklärt er. Dann kam doch das Startsignal. Zunächst wurden lose Sandsteinoberflächen abgeschlagen und alte Fugen ausgekratzt. Frostschäden ließen dort die oberste Schicht der Sandsteine abplatzen, nachdem das Wasser über die Fuge nicht aus den Steinen „abfließen“ konnte. „Die letzte vollständige Mauersanierung war in den 70er Jahren“, berichtet der 63-jährige Seelsorger auf Grundlage der Gemeindeakten.

Die Dacharbeiten mit neuer Schiefereindeckung beginnen leicht zeitlich versetzt. „Wir decken das Dach mit spanischem Schiefer, anstatt wie bisher mit einer altdeutschen Eindeckung ein“, erklärt Schuld. Da die Kirche unter Denkmalschutz steht, waren zunächst die zuständigen öffentlichen Verwaltungen gefragt. „Mit der unteren und der mittleren Denkmalbehörde konnten wir uns in 2015 darauf einigen, dass wir das so machen“, erklärt Schuld. Architekt Harder erreichte damit, dass der Kostenrahmen überschaubarer blieb.

Probebohrungen im Gestein

„Wir rechnen derzeit mit rund 220.000 Euro laut Voranschlag, wenn nicht etwas Unvorhergesehenes passiert. Diese Finanzierung steht, Dank der Unterstützung unseres Bauvereins“, erklärt der Pfarrer.

Mit Unbehagen denkt Schuld hierzu an das Jahr 2016 zurück. „Die Arbeiten begannen damals im April. Die Handwerker mussten diese jedoch schnell wieder einstellen, weil ein neuer, deutlich höherer Finanzierungsplan dem Landeskirchenamt vorgelegt werden musste“, berichtet er. Grund: Die äußeren Fassadensteine hatten sich auf der Wetterseite der Kirche vom eigentlichen Mauerwerk abgelöst und nicht sichtbare Hohlräume geschaffen. Aufwändige Verfüll- und Befestigungsarbeiten wurden nötig.

Aufgrund der erheblichen Zusatzkosten bedurfte die Gemeinde einer erneuten Genehmigung durch die Landeskirche von Westfalen. Diese kam im Herbst und die Handwerker nahmen die Arbeiten wieder auf. Zur Weihnachtszeit waren sie fertig. Dieses Mal gab es Probebohrungen im Gestein vorab, die nichts Auffälliges zeigten. Schuld rechnet deshalb damit, dass die Kirche bis zu den Sommerferien runderneuert strahlt.

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