Mauer-Sanierung

Bruchsteinmauer an der Keilstraße in Dahlhausen wird saniert

Ein Baustellenzaun sichert den Gehweg vor der Bruchsteinmauer an der Keilstraße. Diese wird ab Sommer saniert.

Ein Baustellenzaun sichert den Gehweg vor der Bruchsteinmauer an der Keilstraße. Diese wird ab Sommer saniert.

Foto: Dietmar Wäsche

Dahlhausen.   Marodes Mauerwerk an der Keilstraße/Am Sattelgut wird saniert. Dies kostet fast eine halbe Million Euro. Im Sommer sollen die Arbeiten starten.

Sie ist ein Schmuckstück, allerdings ein sehr marodes – die Bruchsteinmauer, die auf gut 100 Metern ab dem Rewe die Keilstraße an der Ecke Am Sattelgut säumt. Die Stadt hat nun beschlossen, das Mauerwerk zu sanieren. Billig wird das nicht. Die Kosten für die Maßnahme (inklusive Planung) belaufen sich auf gut 450.000 Euro.

Die Verankerung ist kompliziert

Weil die Standsicherheit der Natursteinmauer nicht mehr gegeben ist, hat die Stadt aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht den Gehweg entlang der Stützwand schon vor geraumer Zeit gesperrt und mit einem Baustellenzaun gesichert. Grund für den schlechten Zustand ist laut Gisbert Soldat vom Tiefbauamt die Vegetation, die den Steinen zu schaffen macht. Deshalb werden im ersten Schritt zunächst Büsche, Gestrüpp und Wurzeln entfernt. Soldat: „Die sorgen ja für die Probleme.“

Die eine Seite der Mauer sei sogar noch einigermaßen okay, sagt Gisbert Soldat bei seinem Vortrag in der Bezirksvertretung Südwest, dort müsse man nur neu verfugen. Das Teure und Komplizierte an der ganzen Maßnahme sei die Verankerung der Mauer nach hinten raus.

Direkt an die Wand werden Pfosten gesetzt, die mit einem durchlaufenden Stahlbetonriegel, der fortan die Mauerkrone bildet, verbunden wird. Die Rückverankerung erfolgt durch zwei Mikropfähle pro Pfosten.

Instandsetzung nach dem Feuerwehrfest

„Das ist ein wahnsinniger Aufwand“, sagt Gisbert Soldat. Aber wir wollen ja wieder eine schöne Wand bekommen.“ Deshalb werde auch kein Spritzbeton verwendet. Dieser wäre nur unwesentlich – bis zu 40.000 Euro – günstiger, beruhigt Soldat den Freien Bürger Stefan Mull, der eine unnötige Verteuerung der Maßnahme befürchtete.

Die Instandsetzung der Bruchsteinmauer soll im Sommer beginnen. „Nach dem Fest der Freiwilligen Feuerwehr“, sagt Gisbert Soldat – man hat sich also abgesprochen. Ehe die Stadt loslegt, müssen zuvor allerdings noch die Stadtwerke Strom-, Beleuchtungs- und Gasleitungen umlegen.

Gräf erinnert an eine weitere Wand

Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD) erinnert angesichts dieser maroden Mauer an eine andere Wand ganz in der Nähe, „die sich auch schon gen Keilstraße neigt“. Diese befindet sich in privatem Besitz. „Wir haben den Eigentümer bereits angeschrieben und ihn aufgefordert, sie instand zu setzen“, weiß Gisbert Soldat zu berichten.

Doch tut sich dort bisher nichts. „Wir hören nochmal nach“, verspricht Soldat, der auch den Vorschlag von Marc Gräf mitnimmt, dem Eigentümer vielleicht die selbe Firma, die auch die städtische Wand saniert, zu empfehlen. „Dann könnte es direkt flott weiter gehen.“

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