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Spenden

Bochumer Matthias-Claudius-Schüler schuften für guten Zweck

Die Aula der MCS war voll besetzt, als Annika Philipps von der Aktion Tagwerk die Ergebnisse der Spendenaktion vorstellte.

Foto: Joachim Hänisch

Weitmar.   Matthias-Claudius-Schule beteiligt sich seit 13 Jahren an der Aktion Tagwerk. Mit den Spenden werden Projekte im Kongo unterstützt.

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Als Anja Gallus 2006 eine Kooperation mit der Aktion Tagwerk an der Matthias-Claudius-Schule (MCS) etablierte, hatte sie nicht damit gerechnet, dass sich dieser Aktionstag einmal zu einer der wichtigsten Veranstaltungen an der Weitmarer Gesamtschule mausern würde.

„Im ersten Jahr haben wir rund 6000 Euro gesammelt und spenden können“, berichtete die SV-Lehrerin von den Anfängen. „Mittlerweile hat sich der Betrag mehr als verdoppelt: So kamen am letzten Aktionstag in 2017 sagenhafte 15 325 Euro zusammen.“

Die Kleineren mähen den Rasen der Großeltern

Das Geld wurde von den Schülern der Bildungseinrichtung innerhalb eines Tages erarbeitet. „Unsere Älteren haben meist in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen gearbeitet“, erklärte Gallus das Prozedere. „Die Kleineren hingegen haben bei ihren Großeltern den Rasen gemäht und sind mit dem Hund des Nachbarn spazieren gegangen.“ Letztere seien es auch, die in der Regel den größeren Anteil an der Gesamtsumme erarbeiten, verrät Anja Gallus.

Wie in den Jahren zuvor gehen auch in diesem Jahr 50 Prozent des Betrags an die Aktion Tagwerk, die sich wiederum als eine Art Stiftung für Projekte der Organisationen „Human Help Network“ und „Brot für die Welt“ versteht. So werden mit den Spenden Bildungsprojekte in sieben afrikanischen Ländern unterstützt. Der Rest kommt zu gleichen Teilen der Partnerschule der MCS in Goma (Demokratische Republik Kongo) sowie dem Kinderhospiz in Wuppertal zugute.

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Ein gutes Gefühl Menschen zu helfen

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Aktion dazu beitragen können, Menschen den Zugang zu Bildung zu vereinfachen“, berichtete Schulleiter Volkhard Trust.

Die Übergabe des Schecks an die Aktion Tagwerk fand im Rahmen einer Infoveranstaltung statt. Aus eigener Erfahrung berichteten Donja Angaji und Annika Philipps, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in dem Projekt verbringen, von verschiedenen Aktionen in Ruanda, die sie vor wenigen Wochen selbst besucht haben. „Das war eine sehr interessante Erfahrung“, so Donja Angaji. „Es fühlt sich einfach gut an, Menschen zu helfen.“

Diese Aussage kann Vertrauenslehrerin Anja Gallus nur unterschreiben: „Von Beginn an betreue ich die Aktion hier an unserer Schule, und es macht mir immer noch viel Spaß.“

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