Billard

Bochumer Billard-Talent Henry Zimmermann startet groß durch

Echte Cracks am Billardtisch: (von rechts) Henry Zimmermann, sein Bruder Felix und Trainer Lukas Blondeel.

Echte Cracks am Billardtisch: (von rechts) Henry Zimmermann, sein Bruder Felix und Trainer Lukas Blondeel.

Foto: Eberhard Franken

Linden.  Bei den Deutschen Meisterschaften im Billard holt der elfjährige Henry Zimmermann den Titel. In seinem Verein ist man mächtig stolz auf ihn.

Über einen Deutschen Meistertitel freut sich der Billardclub Krüzkämper in Linden. Henry Zimmermann ist gerade elf Jahre alt und damit einer der Jüngsten im Verein. Aber er brachte als Erster einen nationalen Titel nach Hause: die Deutsche Jugendmeisterschaft in der neu geschaffenen Klasse „Talent U15 Dreiband“.

Henry schlug in Bad Wildungen in einem Herzschlag-Finale den Altenweddinger Robert Rödel mit 9:8. „Es sah zunächst nach einer Niederlage aus“, erzählt der glückliche Vorsitzende Dirk Niemann im Vereinsheim an der Ecke Hattinger Straße/Lewackerstraße, „aber dann drehte Henry mit einer Serie die Partie.“

Damit ist der von Lukas Blondeel trainierte Junge aus Altenbochum nicht nur der erste nationale Titelträger der Krüzkämper, sondern auch der Premierensieger in dieser Klasse.

Lindener bevorzugen Karambol

Die ambitionierten Lindener Billardspieler bevorzugen nicht Snooker und nicht Pool, sondern die sogenannten technischen (Karambol-) Spielarten ohne Löcher und mit nur drei Billardkugeln. „Es ist einfach die spannendere Variante dieses Sports“, sagt der Vorsitzende. Und der große Klaus Hose, der in Dahlhausen aufwuchs, hatte Billard schon als Schach auf dem grünen Tuch bezeichnet.

Übrigens war es der Leibarzt von Ludwig XIV., der seinem König den Billardsport zur körperlichen Ertüchtigung empfohlen hat.

Auch Henrys Bruder Felix war am Start

Der Lindener Club war allerdings nicht nur mit Henry in Bad Wildungen vertreten, sondern auch mit dessen Bruder Felix und mit dem Vereinskollegen Jan Sellhast, wobei Felix Zimmermann in der Klasse Dreiband U17 nicht so erfolgreich war wie sein Bruder: Er landete auf einem hinteren Rang.

In der U15 Frei Partie belegte Felix den 7. Platz. Jan Sellhast kam in der U19 Freie Partie mit einem Durchschnitt von 3,70 Punkten immerhin auf den fünften Platz, versuchte sich dann aber im Verlauf der Meisterschaften auch noch auf dem großen Billard.

Hier traf er in der U21 Freie Partie gleich auf einen schier übermächtigen Gegner: Gegen den Wittener und späteren Meister Simon Blondeel schied Jan früh aus. „Aber beim Dreiband U21“, so Dirk Niemann, „wurde er Siebter.“

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