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Lesung

Autor lässt Bochumer Kommissar Laumann wieder ermitteln.

Nach der Lesung signierte Allan Ballmann für die Besucher sein Buch „Tod im Schatten“.

Foto: Joachim Hänisch

Wiemelhausen.   Autor Allan Ballmann führt seine Kommissar-Geschichten fort. Bei „Literatur im Pfarrsaal“ bekamen Zuhörer eine Kostprobe seines neusten Falls.

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Als Allan Ballmann den Blick hebt, das Buch zuklappt und ins Publikum blickt, sieht er blasse Nasen und aufgerissene Augen. „Der zweite Fall von Laumann ist härter“, gibt er schmunzelnd zu. Noch immer sind die Zuschauer im Gemeindesaal von St. Meinolphus-Mauritius im Bann des soeben verlesenen Ausschnitts: Ein Gangster aus Hamburg wird im Parkhaus mit acht Kugeln niedergestreckt, einige Seiten später trifft es ein Mafia-Mitglied beim Familienausflug auf der Kirmes.

Besucher Norbert Dreier ist begeistert: „Wenn der Autor selbst aus seinem Buch vorliest, ist das etwas Besonderes.“ Aber von Beginn an: Fünf Jahre ist es her, dass Allan Ballmann die Figuren von Mordermittler Laumann und Kommissar Schramm in ihren ersten Fall schickte. Im ersten Band „Tod im Nichts“ wacht Schramm mit Amnesie im Krankenhaus auf und steht nach Tagen der Bewusstlosigkeit unter Mordverdacht – zwei Menschen wurden mit seiner Dienstwaffe erschossen.

Fortsetzung war ungeplant

„Dass es eine Fortsetzung geben würde, war nie geplant“, sagt der 55-jährige. Das Buch sei ursprünglich ein Geschenk an seine Frau gewesen und war nicht zur Veröffentlichung geplant. „Im ersten Teil blieben aber viele Fragen offen“, so Ballmann. Nicht gedacht als Anlage für eine Fortsetzung, vielmehr möge er keine „vorgekauten Geschichten“ und wolle dem Leser Raum für eigene Ideen lassen. Das kommt ihm nun zugute: Im zweiten Band namens „Tod im Schatten“ führt Ballmann, hauptberuflich Polizist, die Geschichte fort. Diesmal bewegt sich die Geschichte nicht nur um Bochum herum, sondern spielt auch in Hamburg und Frankfurt. Nach Kostproben voller Spannung und Blut informiert Ballmann die Zuhörer: „Der zweite Band ist etwas prägnanter und schneller. Die russische Mafia spielt wieder eine Rolle, es gibt Tatzusammenhänge zu Teil eins.“

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Krimi-Leserin Isabell Joswig ist noch neu in Bochum: „Ein Krimi mit lokalem Bezug bringt mir die Stadt bestimmt auf interessante Weise näher“, sagt sie. Zum Schreibprozess haben die Zuschauer viele Fragen: Wie kommt Ballmann auf die Ideen? Weiß er bereits zu Beginn, wie sich die Figuren entwickeln werden? „Ich hatte ein anderes Ende geplant, aber die Figuren wollten woanders hin“, erläutert Ballmann und verrät die Stellen, an denen ihm sein Lektor sagte: „Da hast du dich aber ausgetobt, was?“ Mit Schramm und Laumann sei nach diesem Buch endgültig Schluss, Fans dürfen sich dennoch freuen: Ballmann plant bereits ein drittes und viertes Buch.

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