Wohnbebauung

Alte Rettungswache an der Wasserstraße weicht für Wohnhäuser

Anstelle der ehemaligen Rettungswache sollen an der Wasserstraße Wohnhäuser und auch eine KIta entstehen.

Anstelle der ehemaligen Rettungswache sollen an der Wasserstraße Wohnhäuser und auch eine KIta entstehen.

Foto: Ingo Otto

Weitmar.   Ehemalige Rettungswache IV in Weitmar soll Wohnbebauung weichen. Auch eine Kita ist vorgesehen. Politik warnt vor zu viel zusätzlichem Verkehr.

Die Tage der alten Rettungswache IV an der Wasserstraße 444 sind gezählt. Die Stadt will das Gelände zu Geld machen und an einen Investor verkaufen. Im Rathaus stellt man sich dort Wohnbebauung „und gerne auch eine Kita“ vor, „denn der Bedarf ist ja da“, sagt Colleen Tüllner vom Liegenschaftsamt, als sie der Bezirksvertretung Südwest die Gedankenspiele der Verwaltung vorstellt.

„Die Anfragen für das Grundstück haben sich gehäuft“, erklärt Colleen Tüllner. Da sich einige Überlegungen baurechtlich nicht machen ließen, Gewerbe etwa, bliebe letztlich nur Wohnbebauung übrig. Diese soll sich optisch in den baulichen Charakter der Umgebung einfügen. Colleen Tüllner: „Es darf also nicht höher als in der Nachbarschaft gebaut werden, höchstens niedriger.“ Sie geht davon aus, dass maximal zwei Etagen plus Staffelgeschoss – also eine Etage mit einer geringeren Grundfläche – möglich sein werden.

Die Bezirksvertreter freuen sich über die Entwicklung. „Schön, dass es etwas Bewegung dort gibt“, sagt Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD). Auch seine Parteikollegin Brigitte Kirchhoff begrüßt den Plan der Stadt und ist ebenso von einer Kita an jener Stelle überzeugt. Sie kann sich aber ebenfalls Seniorenwohnungen dort vorstellen. „Auch dafür besteht Bedarf.“

Drängen auf „soziale Nutzung“

Monika Engel von den Grünen erinnert bei aller Freude an die angespannte Verkehrssituation zu Stoßzeiten auf der Wasserstraße. Und warnt: „Je nach Umfang der Wohnbebauung könnte sich dies zusätzlich negativ bemerkbar machen.“ Colleen Tüllner versucht zu beruhigen, in dem sie erklärt, dass „nur von einer Straßenrandbebauung auszugehen ist“. Die Größenordnung hinge letztlich aber auch vom Antrag des Investors ab. Sie verspricht: „Wir werden dies aufnehmen und bei der weiteren Planung auf den Verkehr hinweisen.“

Bei der Abstimmung kommt ein Ergänzungsantrag der Bezirksvertretung zum Tragen: Auf ausdrücklichen Wunsch des Gremiums soll das Gelände mit der ehemaligen Rettungswache nicht im Höchstgebotsverfahren veräußert werden, sondern „vorrangig als individuelles Grundstücksgeschäft“. Brigitte Kirchhoff hofft auf diese Weise abzusichern, dass es dort auch zu einer sozialen Nutzung kommt.

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