WAZ öffnet Pforten

Studentin feiert Premiere als DJ in Bochumer Party-Diskothek

Die WAZ macht’s möglich: Annalena Lansen feierte eine gelungene Premiere als DJane in der Bochumer Diskothek „Jack´s“. Unterstützung leistete Haus-DJ Michael Brune.

Die WAZ macht’s möglich: Annalena Lansen feierte eine gelungene Premiere als DJane in der Bochumer Diskothek „Jack´s“. Unterstützung leistete Haus-DJ Michael Brune.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die WAZ öffnet Pforten – diesmal für eine 21-jährige Studentin. Zum ersten Mal in ihrem Leben legte Annalena als DJane in einer Diskothek auf.

House, HipHop, Techno, Charts: Annalena Lansen hat das Erwartbare im Programm. Mit einem Lied auf ihrer Playlist hätte man jedoch nie und nimmer gerechnet: „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens. Baujahr 1974. Doch offenbar auch bei deutlich jüngeren Semestern heute so beliebt wie damals. „Deutsche Schlager gehen immer“, weiß Annalena und kann sogleich die Probe aufs Exempel machen: als DJane für eine Nacht in der Bochumer Diskothek „Jack’s“.

„Die WAZ öffnet Pforten“ heißt es auch in diesem Sommer. Unsere Zeitung macht möglich, was Otto Normalverbraucher verwehrt bleibt. Annalena Lansen war „sofort Feuer und Flamme“, als sie von der WAZ-Aktion hörte. Genauer: von der Chance, als Hobby-Discjockey von daheim in den Profimodus zu wechseln und das Publikum in einem Club zum Tanzen zu bringen.

Annalena produziert ihre eigenen Songs

Erfahrungen mit der Musik hat die 21-Jährige. Wenn auch eher auf der anderen Seite, als Sängerin und Songwriterin, ihrer großen Leidenschaft, der sie parallel zum Wirtschaftswissenschafts-Studium an der Uni Wuppertal frönt. Inzwischen produziert sie ihre Songs selbst. „Dabei kam ich auf die Idee, es auch mal als DJ zu probieren. Ich kenn’ mich mit der Technik und der Musik ja ganz gut aus und dachte mir: Das macht bestimmt Spaß.“

Erst wenige Wochen ist das her. Für 300 Euro besorgte sie sich ein gebrauchtes Traktor-Mischpult für den Hausgebrauch. Das weitere Equipment, etwa einen studiotauglichen Kopfhörer, hatte sie schon am Start. Den Laptop sowieso, gefüttert mit tanzbaren Titeln aus allen Genres. „Da ist Material für mindestens acht Stunden drauf“, weiß Annalena.

Haus-DJ leistet kollegiale Unterstützung

Aufgelegt hat sie seither bei ein, zwei Privatpartys. Die erste große Herausforderung wartet am Samstagabend im „Jack’s“. Geschäftsführer Frank Bartram hat gerne zugesagt, als ihm die WAZ die Idee mit dem Nachwuchs-DJ vorstellte. „Klar machen wir mit!“ Auch wenn der Termin vielleicht nicht optimal sei. Viele Stammgäste seien bis Mitternacht auf der Cranger Kirmes. „Da füllt es sich bei uns erst später.“

Tatsächlich ist die „Partyzentrale“ hinterm Hauptbahnhof noch spärlich gefüllt, als Annalena um 22 Uhr die DJ-Kanzel betritt. Die technische Einweisung ist unkompliziert. Michael Brune (36), seit vielen Jahren einer der Stamm-DJs im „Jack’s“, ist hilfsbereit. „Ist doch normal unter Kollegen.“

Die Übergänge sitzen exakt

Was folgt, wird Annalena wohl nie vergessen. Konzentriert und treffsicher, fast schon virtuos, als hätte sie nie etwas anderes getan, switcht die bildhübsche Studentin mit Kopfhörer zwischen Laptop und Steuerpult umher. Die Übergänge („Davor hatte ich am meisten Schiss“) sitzen exakt. Prüfender Blick zur Tanzfläche, die zunehmend voller wird: Die Song-Auswahl scheint zu stimmen. Daumen hoch gibt’s von ihrem Freund Sam (23), der neben der DJ-Kanzel munter mitzappelt.

Zu Hause wird jetzt weiter geübt

Bis 3 Uhr nachts ist Annalena am Dancefloor im Einsatz. Die Feuertaufe ist erfolgreich. „Es war eine coole Erfahrung“, sagt sie am Tag danach. Und: „Deswegen habe ich mir vorgenommen, zu Hause weiter viel zu üben. Ich würde jederzeit wieder in einem Club auflegen wollen.“

Schlager-Klassiker der Marke „Griechischer Wein“ gib’s ja noch genug.

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