Versteckte Straßenschilder

Sträucher überwuchern Bochums Straßenschilder und Gehwege

Nur ganz schwer zu sehen: Das Straßenschild der “Suntumer Straße” in Laer versteckt sich im Grünen.

Nur ganz schwer zu sehen: Das Straßenschild der “Suntumer Straße” in Laer versteckt sich im Grünen.

Foto: Bernd Kiesewetter / WAZ

In vielen grünen Ecken sind manche Straßenschilder so zugewuchert, dass sie für Verkehrsteilnehmer nur ganz schwierig zu sehen sind.

Bochum. Wer an der Kreuzung zum Werner Hellweg das Straßenschild der “Suntumer Straße“ in Laer sucht, muss schon ganz genau hinsehen. Das Schild ist unter all den Ästen und Blättern kaum zu erkennen. Autofahrer können das Schild aus ihrem Fahrzeug nicht mehr sehen. Solche Fälle wiederholen sich mit Beginn der Sommerzeit regelmäßig. Zudem gibt es auch Fußwege, die komplett vom Grünen überwachsen sind.

Geteilte Zuständigkeitsbereiche

Doch wer ist zuständig für die Rückschnitte an den zugewucherten Straßenschildern? Die Stadt Bochum schickt hierzu die Technischen Betriebe in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Grünflächenamt. „Bei der aktuellen Wetterlage schießen die Sträucher und Pflanzen natürlich aus allen Ecken und wachsen sehr schnell“, gibt Pressesprecher Peter van Dyk an. Auf der Internseite der Stadt können solche Fälle beim „Bürger-Echo“ gemeldet werden.

„Nachdem die Meldungen der Bürger bei uns eingetroffen sind, geben wir das direkt an die technischen Betriebe weiter. In wenigen Ausnahmen kann es dann leider ein paar Tage dauern, bis die Schilder wieder freigeschnitten werden“, ergänzt Peter van Dyk.

Nicht alle Straßen liegen im Zuständigkeitsbereich der Stadt. Für einige Verkehrswege ist Straßen-NRW verantwortlich. Hierzu zählt in Bochum unter anderem die Königsallee südlich der A448. Mit Kontrollen überprüft der Betrieb einmal pro Woche die Verkehrswege. „Natürlich kommt es hin und wieder vor, dass Straßenschilder dabei übersehen werden“, sagt Peter Beiske aus der Regionalniederlassung Ruhr. „Für Rückmeldungen der Bürger sind wir immer dankbar, gerne via Mail oder telefonisch“, fügt der Pressesprecher hinzu.

Lob für das Bürger-Echo

Auch bei der WAZ haben sich Bürger gemeldet, zum Beispiel Hans-Friedel Donschen. Der Bezirksvertreter der Unabhängigen Wählergemeinschaft hat ein Foto von einem überwucherten Gehweg am Castroper Hellweg geschickt und meint: „Gut für die Natur, weniger gut für Fußgänger und Radfahrer. Ein zeitnaher Rückschnitt würde Wunder wirken und Raum geben.“ Mario Albers sieht es positiver und lobt vor allem das Bürger-Echo: „Man sieht halt, dass die Stadt auch in der aktuellen Zeit nur begrenzt Personal zur Verfügung hat und Prioritäten setzen muss. Kurze Info über den Mängelmelder in der Bürger-Echo-App und schon wird’s erledigt.“

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