Unwetterwarnung

Unwetter in Bochum: Vollgelaufene Keller, Blitz trifft Bäume

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Im März wurden bei einem Sturm etliche Bäume in der Stadt entwurzel. Die Aufnahme zeigt einen Schaden in Wattenscheid.

Im März wurden bei einem Sturm etliche Bäume in der Stadt entwurzel. Die Aufnahme zeigt einen Schaden in Wattenscheid.

Foto: Feuerwehr Bochum

Bochum.  Ein schweres Gewitter zieht am Donnerstag über Bochum. Am frühen Abend hatte die Feuerwehr erste Einsätze. Sie beobachtet die Lage genau.

Wie angekündigt zieht am frühen Donnerstagabend ein Gewitter über Bochum. Vor allem in Altenbochum hat das zu einigen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Sie musste in der erste Stunde bereits acht Keller leerpumpen.

Feuerwehr muss einige Keller auspumpen

„Der weitere Verlauf lässt sich schwer voraussagen“, so Feuerwehrsprecher Nicolas Ennenbach. Binnen 30 Minuten habe sich das Radarbild dreimal verändert. Nun sehe es so aus, als würde zwischen 19 und 19.30 Uhr noch einmal ein starkes Unwetter über Bochum hinwegziehen. Ennenbach: „Aber auch das kann sich noch ändern.“

Neben dem starken Regen hat auch das Gewitter bereits erste Spuren hinterlassen. Zwei Bäume wurden vom Blitz getroffen, einer davon „Am Neggenborn“ in Langendreer. Verletzt wurde dabei nach Auskunft der Feuerwehr aber niemand. Eine Stunde später ist klar, die Lage hat sich beruhigt. Es gab keine weiteren größeren Einsätze.

Straßen und Autobahn in Herne unpassierbar

Welche Auswirkungen starker Regen haben kann, zeigt sich in der unmittelbaren Nachbarschaft. „In Herne sind momentan einige Straßen nicht passierbar, das gilt auch für die Autobahn 42 und 43“, so die Polizei am Donnerstagabend.

Nach den Ankündigungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittag hatten sich die Einsatzkräfte vorbereitet. Die Rede war von einem schwerem Gewitter und möglichen heftigen Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern für das Bochumer Stadtgebiet.

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Erst vor gut einer Woche kam es in Bochum zu heftigen Überflutungen. Die Feuerwehr musste knapp 180 Keller auspumpen. In der Nacht zum 30. Juni waren zeitweise 300 Einsatzkräfte unterwegs. Auch die Freiwillige Feuerwehr und das THW wurden zur Unterstützung alarmiert.

Handy-Warnapp wurde aktiviert

Auch die amtliche Handy-Warnapp „Nina“ wurde aktiviert. „Wir beobachten die Lage und sind natürlich vorbereitet“, so ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage. Die Warnung gilt für den Donnerstagnachmittag. Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in der Stunde seien möglich.

Feinkörniger Hagelschlag möglich

Durch die Sturmböen könnten vereinzelt Äste abgerissen und kleinere Bäume entwurzelt werden. Außerdem könne es auch feinkörniger Hagelschlag geben. Das Unwetter zieht aus südwestlicher Richtung heran.

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