Kohlenstraße

"Stahlhalla" im Kreisverkehrsbett

Foto: WAZ

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Ob's mehr mit einer Ruhmes- denn mit einer Totenhalle zu tun hat? Man weiß es immer noch nicht so genau, obwohl Architekt Volker Eisenhut jene Skulptur wortgewaltig zu beschreiben wusste, die da im Sommer auf dem neu gestalteten Kreisverkehr an der Kohlenstraße entstehen soll.

„Stahlhalla” nennt er das Gebilde aus Berge-Schotter, Stahlrohren und einem sich drehenden Propeller, das auf geschichtlich kontaminiertem Boden gleichermaßen an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region erinnern soll.

Stahlhalla sei als Wortspiel entstanden, nachdem Freunde angesichts des Entwurfes ausgerufen hätten: „Das sieht ja aus wie Walhalla!” - jener Ort also, an dem Bayernkönig Ludwig unter Zuhilfenahme klassizistischer Filmstudio-Tempelsäulen an der Donau einen Ruhmesort für berühmte Deutsche errichten ließ.

Und tatsächlich muten die senkrechten Stahlröhren ein wenig wie Odins „Hall of Fame” an. Sie stehen auf einer Art „Abraumhalde”, wo wiederum Schotter„finger” in die Richtung der einzelnen, auf den Kreisverkehr mündenden Straßen zeigen. Das stählerne „Windrad” im Innern des „Tempels” soll sich wirklich drehen und mit dieser Drehbewegung Strom erzeugen, „der für die nächtliche Beleuchtung mit kleinen Dioden ausreicht”, sagt Kerstin Abraham vom städtischen Entsorger USB, der die Kreisverkehr-Plastik sponsort.

Die Ratsfraktionen fanden freundliche Worte: „Eine Aufwertung, ein neues Stadteingangstor”, fand Martina Schmück-Glock (SPD), während sich Lothar Gräfingholt (CDU) über die „gelungene Form” freute und „dass wir's nicht bezahlen brauchen.”

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