Tarifverhandlungen

Stahlarbeiter in Bochum lassen die Arbeit zeitweise ruhen

Auch die Beschäftigten der Bochumer Stahlwerke sind aufgerufen, am Montagmorgen die Arbeit ruhen zu lassen.

Auch die Beschäftigten der Bochumer Stahlwerke sind aufgerufen, am Montagmorgen die Arbeit ruhen zu lassen.

Foto: Gero Helm

Bochum.  Die Tarifverhandlung in der NRW-Stahlindustrie spitzt sich zu. Am Montag wollen Beschäftige zeitweise die Arbeit ruhen lassen. Auch in Bochum.

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Die Bochumer Stahlarbeiter in insgesamt fünf Betrieben werden am Montag (11.) zeitweise ihre Arbeit niederlegen und sich im Rahmen der landesweiten Aktion der IG Metall in der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie an den Werkstoren über den Stand der Tarifverhandlungen informieren. Betroffen von der Maßnahme sind die Bochumer Stahlwerke, der Bochumer Verein Verkehrstechnik, der Turbinenschaufelhersteller Doncasters und die beiden Werke von Thyssenkrupp an der Castroper Straße und an der Essener Straße. Insgesamt gibt es noch etwa 2500 Stahlarbeitsplätze in der Stadt.

In den vergangenen Tagen habe die IG Metall einen Vorschlag erarbeitet und dem Arbeitgeberverband Stahl unterbreitet, wie die geforderte, zusätzliche tarifliche Urlaubsvergütung in Zeit umgewandelt werden könne. „Jetzt liegt es bei den Arbeitgebern, den Ball aufzunehmen und mit uns lösungsorientiert so früh wie möglich zu verhandeln“, sagt Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer. „Wenn diese Bereitschaft nicht besteht, wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein.“

Ähnlich kämpferisch zeigt sich Eva Kerkemeier, erste Bevollmächtige der IG Metall Bochum-Herne: „Unsere Forderungen sind mehr als gerecht. In schwierigen Zeiten haben unsere Kolleginnen und Kollegen Verzicht geübt, nun müssen Sie auch am Erfolg beteiligt werden.“

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