Zeitgeschichte

Stadtarchiv erinnert mit Doku an Bochum im Bombenkrieg

Die Luftangriffe setzten der Stadt und den Menschen zu. Nach Ende des Krieges war die Bochumer Innenstadt ein Trümmerfeld.

Die Luftangriffe setzten der Stadt und den Menschen zu. Nach Ende des Krieges war die Bochumer Innenstadt ein Trümmerfeld.

Foto: Stadt Bochum

Bochum.  Das Stadtarchiv zeigt den Dokumentarfilm „Bochum im Bombenkrieg“. Anlass ist das Gedenken an den verheerenden Luftangriff am 4. November 1944.

Am 4. November 1944 kam es zu dem schwersten Fliegerangriff auf Bochum während des Zweiten Weltkrieges. Große Teile der Stadt wurden durch Bomben zerstört, Tausende kamen ums Leben. Das Archivkino des Stadtarchivs erinnert an die Schreckensnacht mit einer Aufführung der Dokumentation „Bomben auf Bochum“.

Blick auf die Realität des Krieges

Der Film wird am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, gezeigt. Der 49-minütige, vom WDR in Koproduktion mit dem Stadtarchiv produzierte Dokumentarfilm von 1978 zeigt die Realität des Krieges, wie sie sich in den deutschen Städten seit 1942/43 abgespielt hat.

Die Mitte Bochums war zerstört

Schon in den Vorjahren war es wiederholt zu Angriffen auf Bochum gekommen. Aber am 4. November 1944 erfolgte der schlimmste: 700 britische Bomber hatten Kurs auf Bochum genommen und belegten die Stadt mit einem Bombenteppich. 10.000 Sprengbomben und 130.000 Brandbomben wurden abgeworfen, Hauptziel war die Innenstadt. 1300 Menschen sind im Bombenhagel jener Nacht umgekommen, es gab 2000 Verwundete, 70.000 verloren ihre Bleibe. Die Mitte Bochums war verwüstet, die Stadt brannte lichterloh, noch tagelang. Für alle, die diesen Angriff mitmachten, wurde er zum schlimmsten Erlebnis während der Kriegszeit.

Die zahlreichen Zeitzeugeninterviews, die Johannes Volker Wagner, der damalige Leiter des Bochumer Stadtarchivs, führt, sowie die einzigartigen Aufnahmen des Fotografen und Kameramanns Camillo Fischer, machen die Doku zu einem besonderen Zeitdokument.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter 0234 / 910-95 10 erforderlich.

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