Trauerhalle

Stadt will die Trauerhalle an der Feldmark in Laer verkaufen

Die Trauerhalle an der Feldmark 107 in Laer soll verkauft werden. Die Stadt hat für das Gebäude keine Verwendung mehr.

Die Trauerhalle an der Feldmark 107 in Laer soll verkauft werden. Die Stadt hat für das Gebäude keine Verwendung mehr.

Foto: Gero Helm

Laer/Altenbochum.   Stadt hat für die Trauerhalle an der Feldmark keine Verwendung mehr und sucht nun Nachnutzer. „Friedhofsnahes“ Gewerbe ist dort vorgesehen.

Die Zeichen stehen auf Abschied. Da der östliche Teil des Hauptfriedhofs zwischen Feldmark und Hakenscheider Straße von der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen übernommen wird, hat die Stadtverwaltung für die Trauerhalle in diesem Bereich, aber auch für den Betriebshof nebst Aufbewahrungsräumen und öffentlicher Toilettenanlage keine Verwendung mehr. In der zweiten Jahreshälfte soll alles aufgegeben werden.

Dies hat auch mit dem dann neuen Zuschnitt des Friedhofs zu tun. Der künftig eigenständige Teil der jüdischen Gemeinde trennt den Hauptfriedhof von Trauerhalle und Betriebshof. Die Trauerhalle selbst ist zudem nicht kostendeckend, da diese in den vergangenen Jahren laut Stadtverwaltung durchschnittlich nur noch ca. drei Mal jährlich für Bestattungen in bestehenden Grabstätten im östlichen Teil des Friedhofs genutzt wurde. Von daher wird sie außer Dienst gestellt.

Preis: 66 Euro pro Quadratmeter

Der Verkauf des 5331 Quadratmeter großen Grundstücks soll im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens stattfinden. Hier sollen Investoren ihre Vorstellungen hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung des Grundstücks mitteilen. Hierbei wird dem potenziellen Käufer die Entscheidung überlassen, ob die Gebäude – mit Ausnahme der unter Denkmalschutz stehenden Trauerhalle – teilweise zurückgebaut werden sollen.

Die Stadt wünscht eine Nachnutzung durch „friedhofsnahes“ Gewerbe. Schließlich weist der Regionale Flächennutzungsplan die Fläche als Grünzug aus. Die Sorge der Bezirksvertretung Ost, das Grundstück könnte zugebaut werden, ist laut Stadt unbegründet. „Es wird eher grüner als grauer“, verspricht Sebastian Herzog vom Liegenschaftsamt.

Die Verwaltung wird im Rahmen dieses Interessenbekundungsverfahrens im ersten Schritt die eingereichten Ideen bewerten und im zweiten Schritt über das Grundstücksgeschäft mit den dann ausgewählten Investoren verhandeln. Das Ergebnis wird den zuständigen politischen Gremien zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. Beim angestrebten Verkaufspreis von ca. 66 Euro pro Quadratmeter sind laut Stadt neben der Lage am Friedhofsrand auch die vorhandene, möglicherweise nur teilweise zu erhaltende Bebauung sowie die Denkmaleigenschaft der Trauerhalle zu berücksichtigen.

Zwei Trauerhallen verbleiben

Für künftige Trauerfeiern stehen auf dem Hauptfriedhof künftig dann noch zwei Trauerhallen zur Verfügung, die ebenfalls grundsätzlich fußläufig erreichbar sind. Personen, die nicht so gut zu Fuß sind, können den kostenlosen Service des elektrischen Friedhofsmobils nutzen, um etwa nach der Trauerfeier zum Grab zu gelangen.

>>> Entscheidung fällt im April

Die Bezirksvertretung Ost stimmte der Vermarktung von Trauerhalle und Betriebshof einstimmig zu. Die abschließende Entscheidung trifft am 3. April der Haupt- und Finanzausschuss.

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