Kindertagesstätte

Stadt erweitert erneut die Kita an der Herzogstraße

Die städtischen Kita in Hofstede soll erweitert werden.

Die städtischen Kita in Hofstede soll erweitert werden.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Hofstede.  Die Stadt will ihre Kita an der Herzogstraße durch einen Anbau vergrößern, denn der Bedarf ist groß. 45 neue Plätze können entstehen.

Die Stadt plant, ihre Kita an der Herzogstraße zu erweitern, um dem ständig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Die Einrichtung entstand in den 1990er Jahren auf dem ehemaligen Gelände von Notunterkünften.

Die Einrichtung wurde bereits vergrößert: 2014 kam ein 50 Quadratmeter großer Anbau hinzu. Derzeit hat die Kita zwei Gruppen für 30 Kinder zwischen null und sechs Jahren, davon 16 U-3-Plätze.

Ein wichtiger Teil des pädagogischen Konzeptes ist die Gesunderhaltung der Kinder. Die Kita ist eine seit Januar 2010 vom Verein Kneipp-Bund anerkannte und zertifizierte Kindertageseinrichtung.

Für die jetzt geplante Erweiterung bietet das Außengelände genug Platz. Die Kapazität könnte von jetzt zwei auf vier Gruppen erhöht werden; dadurch würden 45 neue Betreuungsplätzen, davon sechs Plätze für unter dreijährige Kinder, geschaffen. Weitere Räume sind vorgesehen. Insgesamt kann so die Infrastruktur mit der Erweiterung der Kita und den daraus resultierenden steigenden Kinderzahlen mitwachsen. Nach Abschluss der Maßnahme würde die Einrichtung über insgesamt 75 Betreuungsplätze verfügen, von denen 22 Plätze für unter dreijährige Kinder eingeplant sind.

Verändert wird auch die Erschließung: Der ursprüngliche Eingangsbereich soll fußläufig an den neuen Eingangsbereich angeschlossen werden. Zur Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen dem Gelände und der Erdgeschosshöhe soll eine barrierefreie Rampe zu dem neuen Eingang gebaut werden. Über einen Windfang gelangt man in den zentralen Erschließungsflur des Erweiterungsgebäudes, über den die Gruppenräume und Funktionsräume und der Bestandsbau erreicht werden.

Erdwärme aus Sole-Pumpen

Der Erweiterungsbau wird eingeschossig mit Flachdach und barrierefrei erstellt. Acht Bäume müssen gefällt werden, Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Zur regenerativen Energieausnutzung sind Geothermiebohrungen vorgesehen. Aus Erdsonden in rund 100 Metern Tiefe wird dem Boden Energie mit Hilfe von Sole-Wärmepumpen für die Beheizung des Gebäudes entzogen.
Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie aus 2017 wurden die Kosten auf 1,885 Millionen Euro geschätzt. Nach Ausschreibung kam nur ein Angebot ein – mit einer Summe über 2,5 Millionen Euro. Daraufhin beauftragte die Stadt ein externes Architektenbüro.

Im Zuge der vertieften Grundlagenermittlung wurde deutlich, dass der Raumbedarf für die energetische und technische Versorgung des Anbaus bisher zu gering bemessen war. Aufgrund der geschilderten Umstände schließt die Kostenberechnung des beauftragten Planungsbüros nunmehr mit einer Summe in Höhe von 2,15 Millionen Euro ab.

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