Wohnungsbau

Stadt dokumentiert Kritik am Wohnbauprojekt „Gerthe-West“

Viele Bürger hatten an dem Quartiersspaziergang teilgenommen, bei dem es um das Wohnbauprojekt „Gerthe-West“ ging.

Viele Bürger hatten an dem Quartiersspaziergang teilgenommen, bei dem es um das Wohnbauprojekt „Gerthe-West“ ging.

Foto: Uli Kolmann / WAZ

Bochum-Gerthe.  Alle Anregungen und Kritiken am Wohnbauprojekt Bochum-Gerthe-West sind online abrufbar. Die Bürgerbeteiligung soll fortgesetzt werden.

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Insbesondere den Gegnern des Wohnbauprojekts „Gerthe-West“ ist Bürgerbeteiligung immens wichtig. Die Stadt hat jetzt die gesammelten Anregungen der Gerther online gestellt.

Da geht es um den Fledermaus-Schutz bis zum Bau von Zisternen und Solaranlagen. Die gesammelten Anregungen, die das Ergebnis einer ersten umfassenden Bürgerbeteiligung in Gestalt eines Quartierspaziergangs Ende August sind, finden sich ab sofort online auf der Internetseite www.bochum.de/gerthewest.

Es gibt auch gedruckte Exemplare

Darüber hinaus werden gedruckte Exemplare der Dokumentation ab Freitag (8.), in der Verwaltungsstelle Gerthe (Heinrichstraße 42) sowie in der „Marktbude“ auf dem Marktplatz in Gerthe ausgelegt. Die Dokumentation soll allen zukünftig an der Planung beteiligten Akteure als „Einstiegslektüre“ in das Projekt dienen.

Die Stadt Bochum und ihr Treuhänder NRW-Urban hatten alle Interessierten zu einem Quartiersspaziergang eingeladen, um das Projektgebiet kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Rund 250 Bürger waren vor Ort und haben sich in die Diskussion eingebracht.

Neben grundsätzlichen Einwänden gegen das Projekt, die sich hauptsächlich auf verkehrliche oder ökologische Gründe stützten, wurden auch erste Ideen zur zukünftigen Gestaltung geäußert. NRW-Urban hat alle Anregungen, Ideen sowie Kritikpunkte ausgewertet und in der Dokumentation zusammengefasst. Dabei wurde dem durchaus kritischen Echo aus Teilen der Bevölkerung ebenso Raum gegeben wie befürwortenden Ideen zum Projekt.

Mit Anregungen umgehen

Der Aufbau der Dokumentation orientiert sich an den verschiedenen Themenbereichen, die die Menschen im Zusammenhang mit der Planung beschäftigen. Jeder thematische Abschnitt fasst zunächst die Anregungen der Bürger zusammen und gibt anschließend Informationen darüber, wie mit diesen Anregungen im weiteren Planungsverlauf umgegangen wird.

Der Dialog soll weitergehen: Die weiteren Beteiligungsformate werden von einem beauftragten Moderationsbüro organisiert und durchgeführt. Das Büro „plan-lokal“ aus Dortmund wird in den kommenden Wochen das Gespräch mit lokalen Schlüsselakteuren suchen und einen Fahrplan für den weiteren Beteiligungsprozess zeitnah vorstellen.

Neues Wohnquartier

Unter dem Arbeitstitel „Gerthe-West“ plant die Stadt ein neues Wohnquartier im Bochumer Norden. Das Projekt ist Teil des Landesprogramms „Kooperative Baulandentwicklung“, bei dem Unterstützung von der Landesgesellschaft NRW-Urban kommt. Für das Gebiet, das sich auf den Flächen der ehemals geplanten Umgehungsstraße befindet, hat der Rat 2018 die Erarbeitung einer vertiefenden städtebaulichen Rahmenplanung beschlossen.

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