Gute Schule 2020

Stadt Bochum ruft Fördermittel des Landes in voller Höhe ab

Schulleiter Walter Sembritzki berichtete im Schulausschuss über die Wahl der Hans-Böckler-Realschule zur Talentschule.

Schulleiter Walter Sembritzki berichtete im Schulausschuss über die Wahl der Hans-Böckler-Realschule zur Talentschule.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Mit Landeshilfe sollen die Städte die Schulen modernisieren. Bisher soll das zögerlich passiert sein. Bochum hat alle Fördermittel abgerufen.

Der Ausschuss für Schule und Bildung hatte am Dienstag mal wieder Besuch von einem Schulleiter. Walter Sembritzki, Leiter der Hans-Böckler-Realschule, berichtete über die Wahl der Schule als Talentschule. Die drei am Schulprojekt beteiligten Bochumer Schulen sollen für das sechs Jahre laufende Projekt unter anderem mehr Lehrer bekommen.

Neben der Realschule sind die Liselotte-Rauner-Hauptschule und das Alice-Salomon-Berufskolleg Talentschule. Noch ist nicht klar, wann die neuen Lehrkräfte kommen werden. Auf Anfrage teilte die Bezirksregierung Arnsberg mit, dass es noch keine Ausschreibung gibt. Die Bezirksregierung wartet auf einen Erlass der Landesregierung.

Land gibt 49 Millionen Euro

Die Landesregierung war auch an anderer Stelle Thema im Ausschuss. Es ging um das Landesprogramm „Gute Schule 2020“. Bochum bekommt aus diesem Fördertopf 49 Millionen Euro. Zuletzt hatte es immer wieder Hinweise gegeben, die Kommunen würden die Fördermittel nicht abrufen. Auf die Stadt Bochum trifft das nicht zu.

Aus dem Kontrollbericht der Verwaltung geht hervor, dass die Stadt im Oktober 2018 die in das Jahr 2018 übertragenen Mittel des Jahres 2017 von etwas mehr als 12 Millionen Euro in voller Höhe abgerufen hat.

Mittel fließen bis 2024

Wirklich ausgegeben hat die Stadt bislang 7,1 Millionen Euro. Das sind 14,64 Prozent der Gesamtfördersumme. Nach dem Mittelabruf für 2017 kann die Stadt bis zum 30. Oktober 2019 für das Jahr 2018 erneut 12 Millionen Euro abrufen.

Bis zum 30. Oktober 2020 sind es für die Jahre 2019 und 2020 dann noch einmal fast 25 Millionen Euro. Verwendet werden müssen die Gelder dann bis zum 15. Dezember 2023 beziehungsweise 2024.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben