Tiefbauarbeiten

Stadt baut marode Wiemelhauser Straße aus

Die Wiemelhauser Straße ist in einem schlechten Zustand, wie unser Bild zeigt (im Hintergrund die Brücke Nordhausen-Ring). Vor ihrem Ausbau stehen in Kürze bergbauliche Sicherungsarbeiten an.

Foto: Gero Helm

Die Wiemelhauser Straße ist in einem schlechten Zustand, wie unser Bild zeigt (im Hintergrund die Brücke Nordhausen-Ring). Vor ihrem Ausbau stehen in Kürze bergbauliche Sicherungsarbeiten an. Foto: Gero Helm

Wiemelhausen.  Nächste Woche beginnt die Suche nach Kohleflözen. Dem schließt sich die Erneuerung des Kanals an. Fahrbahn wird saniert, Radwege werden angelegt.

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Die Stadt trifft Vorbereitungen für den Vollausbau der Wiemelhauser Straße. „Überfällig“, fanden Anwohner schon vor einem Jahr, als die Politik sich für die Sanierung entschieden hatte. In der nächsten Woche beginnen zunächst bergbauliche Sondierungsarbeiten: Ein Unternehmen prüft im Auftrag des Tiefbauamtes, ob Kohleflöze ordnungsgemäß verfüllt wurden.

Grundstücke bleiben erreichbar

Start ist zwischen der Borgholzstraße und Im Kempen. Anschließend, Anfang Februar, geht es zwischen Im Kempen und Markstraße weiter. Sondierungen und mögliche Verfüllungen dauern laut Stadtverwaltung bis bis Ende Mai. Sollten Hohlräume aufgespürt werden, würde sich die Bauzeit verlängern. Die jeweiligen Straßenabschnitte werden voll gesperrt, Anlieger können ihre Grundstücke erreichen.

Straßenquerschnitt wird verändert

Nach Abschluss der bergbaulichen Sicherung beginnen frühestens im Juni die Kanalbauarbeiten zwischen Bernecker- und Markstraße.

Thomas Fründ, zuständig fürs Baustellenmarketing im Tiefbauamt: „Sollte der Sicherungsaufwand im Abschnitt Borgholzstraße bis Markstraße höher sein, verschiebt sich der Baubeginn entsprechend. Zurzeit gehen meine Kollegen davon aus, dass die Sicherungsarbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein werden.“

Straßenquerschnitt wird verändert

Die Fahrbahn der Wiemelhauser Straße ist besonders im Bereich der beiden Brücken Nordhausen-Ring und Opel-Bahn in einem sehr schlechten baulichen Zustand.

Eine grundlegende Verbesserung kann nur durch einen Vollausbau erzielt werden, der laut Thomas Fründ in diesem Abschnitt voraussichtlich 2019 beginnen wird. Auf dem 500 Meter langen Abschnitt soll gleichzeitig der Straßenquerschnitt umgestaltet werden.

Die heute sehr breite Fahrbahn, teilweise ohne Mittelstreifen, wird künftig über einen 2,75 Meter breiten Fahrstreifen je Richtung mit durchgehender Markierung strukturiert. Zudem werden beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer, jeweils 1,50 Meter breit, angelegt.

Anschluss für den Radverkehr

Richtung Markstraße bietet sich laut Stadtplanungsamt als Anschluss für den Radverkehr die Wiemelhauser Straße an, die in diesem Abschnitt eine Tempo-30-Zone ist. In nördliche Richtung muss der Radfahrer weiterhin auf der Fahrbahn fahren, um die Radstreifen auf der Wasserstraße zu erreichen.

Veränderungen auch für Fußgänger: Die Gehwege entsprechen nicht den heutigen Anforderungen. Sie werden auf die Standardbreite von mindestens 2,50 m ausgebaut. Lediglich im Bereich der Unterführungen müssen geringere Breiten in Kauf genommen werden.

Querungshilfe kommt

Die Querungshilfe an der Friedrich-Harkort-Straße ist zu schmal, etwa für Kinderwagen. Sie wird verbreitert verlegt, genau wie die dortige Bushaltestelle. Dies soll die Gefahr beim Überholen des haltenden Busses durch Pkw künftig bannen. Der Zebrastreifen in Höhe der Freien Schule Bochum bekommt eine Mittelinsel. Außerdem wird eine zusätzliche Querungshilfe vor den Brücken im Anschluss an den Fußweg zur Bundesknappschaft und Königsallee eingebaut.

Durch den Umbau fallen 20 Parkplätze weg. Auf einer Straßenseite wird heute gekippt oder am Fahrbandrand geparkt, auf der anderen stehen großzügige Flächen zur Verfügung, die zum senkrechten Parken genutzt werden. Insgesamt sind es 72 Stellplätze.

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