IMPFPFLICHT

SPD Bochum: Impfpflicht für öffentliche Kinder-Einrichtungen

Die Bochumer SPD macht sich für eine Impfpflicht stark.

Die Bochumer SPD macht sich für eine Impfpflicht stark.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bochum.   Die SPD will, dass Kinder öffentliche Einrichtungen nur noch mit Impfschutz besuchen können. Grund sind niedrige Impfquoten in den Ortsteilen.

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Der Vorstand der SPD Bochum setzt sich für eine gesetzliche Regelung ein. Die soll erlauben, den Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes für Kinder zu fordern, die öffentliche Einrichtungen besuchen wollen.

„Wir schließen uns damit einer Forderung des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte an“, so Karsten Rudolph, Vorsitzender der SPD. „Die Masernausbrüche – zum Beispiel in Duisburg 2017 oder dieses Jahr in Hildesheim – aber auch das Sinken der Impfquoten in Bochum lassen uns keine andere Wahl.“

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen, Aziz Sbai, weist darauf hin, dass der Anteil der geimpften Kinder in Bochum zum Schuleingang bei 93,3 Prozent liegt.

„In manchen Stadtteilen liegt er inzwischen aber nur bei 86 Prozent. Nur in sechs von 30 Ortsteilen wird die für eine Ausrottung der Masern erforderliche Impfquote von 95% erreicht. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit des Wiederausbruchs von Kinderkrankheiten, die wir für überwunden hielten.“

Auf ihrem nächsten Parteitag will sich die SPD Bochum weiter mit dem Thema befassen, ein entsprechender Antrag liege vor.

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