Reinigungskräfte

So hat Corona die Arbeit von Reinigungskräften verändert

Peter und Paul Borek (v.l.) sind Gebäudereinigermeister in ihrem eigenen Unternehmen. Corona hat den Arbeitsalltag etwas verändert.

Peter und Paul Borek (v.l.) sind Gebäudereinigermeister in ihrem eigenen Unternehmen. Corona hat den Arbeitsalltag etwas verändert.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Durch Corona hat sich die Arbeit von Reinigungskräften in gewisser Weise verändert. Kürzere Reinigungsintervalle sind nicht der einzige Aspekt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind bei der Gebäudereinigung Borek die Anfragen gestiegen. Viele Bochumer suchen Rat im Unternehmen der Zwillingsbrüder Peter und Paul Borek, die beide Gebäudereinigermeister sind. „Häufig beraten wir bei Hygienekonzepten. Die Kunden fragen sich, was sie machen müssen, was sie dürfen und was nicht“, erklärt Peter Borek, der eine Zusatzqualifikation als staatlich geprüfter Desinfektor hat. Er ist befugt, behördlich angeordnete Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen.

Die Reinigungsintervalle in Bürogebäude, Treppenhäusern und medizinischen Einrichtungen – hier liegt das Hauptaugenmerk des Familienbetriebs – seien seit Pandemie-Beginn gestiegen. Was sich noch verändert hat? Corona habe die Menschen sensibilisiert. „Sie halten sich plötzlich an Hygieneanweisungen, die zuvor nicht befolgt wurden“, erzählt Paul Borek. Zudem sei der Bedarf an Schutzausrüstungen, Handschuhen und Desinfektionsmitteln in der Vergangenheit stark gestiegen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Wochen vier seiner Hygienestationen gespendet, durch die eine kontaktlose Entnahme von Desinfektionsmittel möglich ist. Diese werden auch an Kunden verkauft.

Unabhängig von Corona: Das ist außerdem schwer sauber zu halten

Seit 2007 haben die Brüder ihren Betrieb in Wattenscheid. Was damals mit zwei Personen anfing, ist nun ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern, das in Bochum und im ganzen Ruhrgebiet hauptsächlich im gewerblichen Bereich reinigt. Peter und Paul Borek waren früher selbst im Einsatz, haben als Reinigungskräfte viele Erfahrungen gesammelt. Das helfe, sich in das Personal hineinzuversetzen.

Besonders schwierig zu reinigen seien, unabhängig von Corona, die Bereiche, in denen viele Menschen ein und ausgehen – gerade Großraumbüros. „Durch eine hohe Fluktuation entsteht Staub“, so Paul Borek. Auch Schreibtische seien zeitintensiv, genauso wie sanitäre Anlagen. Peter Borek: „Hier wäre sogar eine stündliche Reinigung sinnvoll, was in vielen Bereichen gar nicht umsetzbar ist.“

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