Marienstift

Senioren des Marienstifts kochen für Obdachlose

Betreuerin Christa Hillebrandt (vorn) ist mit der Kochgruppe des Marienstifts ins Kolpinghaus gekommen, wo sie Obdachlose beköstigen.

Betreuerin Christa Hillebrandt (vorn) ist mit der Kochgruppe des Marienstifts ins Kolpinghaus gekommen, wo sie Obdachlose beköstigen.

Foto: Dietmar Wäsche

Mitte.   Kochgruppe des St.-Marienstifts beköstigt Obdachlose im benachbarten Kolpinghaus. Senioren schätzen besonders das einander Kennenlernen.

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„Freundschaft geht durch den Magen“, diesem alten Sprichwort folgend haben Kolpingsfamilie und die Kochgruppe des St.-Marienstifts ein Abendessen für „Bedürftige“ zubereitet und serviert. Im Kolpinghaus begegneten sich bei Suppe und Kartoffelsalat Bewohner und arme Bürger und Obdachlose Teller an Teller und zeigten dabei, dass gemeinsames Essen verbindet.

Hinter der St.-Marienkirche in der Innenstadt liegen das St.-Marienstift und direkt gegenüber das Kolpinghaus mit Hotel und Gastronomie. Die Kolpingsfamilie Zentral und das Kolpinghaus engagieren sich seit vielen Jahren um die Betreuung von Menschen, die vor allem von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Aushänge und Mundpropaganda

„Aus unserer Nachbarschaft entstand die Idee, etwas gemeinsam für bedürftige Menschen zu machen“, verdeutlichte Sabine Timmer vom Qualitätsmanagement im St.-Marienstift die Idee, die schnell auf positive Resonanz bei allen Beteiligten fiel. Und so wurde über Aushänge in der Bochumer Suppenküche, in Beratungsstellen für Wohnungslose der Diakonie, durch die WAZ und durch Mundpropaganda auf das Angebot zum Abendessen für Bedürftige aufmerksam gemacht.

Vorbereitet und frisch zubereitet wurde das Abendessen, bestehend aus Suppe, hausgemachtem Kartoffelsalat und Würstchen, durch sieben Mitglieder der Kochgruppe des St.-Marienstifts „Jeden Freitag treffen sich Bewohner zwischen 80 und 103 Jahren zum gemeinsamen Kochen und haben viel Freude dabei“, verdeutlicht Betreuerin Christa Hillebrandt.

Kennenlernen ist wichtig

Einer der Bewohner ist Egon Kiekbusch. Er sitzt an einem der sechs Tische, an denen Bewohner und Gäste bunt gemischt sitzen und freut sich über die Möglichkeit zur Begegnung. „Ich finde, das Essen ist eine gute Idee. Die Vorbereitung hat zwar war viel Arbeit, aber auch viel Spaß, gemacht.“ Ebenso wie seine Mitbewohner an den anderen Tischen freute sich Egon Kiekbusch „neben dem Essen besonders auf das Kennenlernen“.

Begegnung stand im Mittelpunkt

Die Begegnung stand im Mittelpunkt des Abends, der bei allen Beteiligten gut ankam. „Uns schmeckt es rundum gut, und wir haben uns über die Einladung sehr gefreut“, war das Credo unter den 25 Gästen der Veranstaltung, die namentlich nicht erwähnt werden möchten. „Die Bewohner des St.-Marienstifts waren stolz, etwas Gutes tun zu können und der Abend hat gezeigt, dass gemeinsames Essen verbindet“, bilanziert Sabine Timmer.

>>> Nächste Aktion schon angedacht

Dank der finanziellen und logistischen Unterstützung der Kolpingsfamilie Zentral konnte das Essen für „Bedürftige“ im Kolpinghaus organisiert werden.

Die Kochgruppe des St. Marienstifts könne sich gut vorstellen, die Aktion regelmäßig durchzuführen, betonte Sabine Timmer und berichtet bereits von neuen Plänen: „Vielleicht werden wir nächstes Mal auch ein gemeinsames Kochen organisieren, das verbindet die Menschen noch mehr.“

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