Bildung

Schule und Büchereien fördern Wattenscheider Schüler

Schulleiterin Kerstin Guse-Becker, Lukas Günther (Stadtbücherei Bochum), Dirk Plewka (Leiter Bücherei Wattenscheid), Meheddiz Gürle (Leiter der Stadtbücherei Bochum) und Annika Miaris (Lehrerin) stellen die Kooperation vor.

Schulleiterin Kerstin Guse-Becker, Lukas Günther (Stadtbücherei Bochum), Dirk Plewka (Leiter Bücherei Wattenscheid), Meheddiz Gürle (Leiter der Stadtbücherei Bochum) und Annika Miaris (Lehrerin) stellen die Kooperation vor.

Foto: Bastian Haumann / Funke Foto Services GmbH

Bochum-Wattenscheid.  Bildungspartnerschaft soll Lernangebote an der Märkischen Schule ausweiten und Zugang zu Büchereien erleichtern. Kompetenzen werden gebündelt.

Die Lernmöglichkeiten ausweiten, ruhige Orte zum Arbeiten zur Verfügung stellen, idealerweise den Weg zur Universität ebnen: Die Märkische Schule geht eine neue Bildungspartnerschaft mit der Bücherei Wattenscheid und der Zentralbücherei in Bochum ein, um Schülern ab sofort bessere Bildungsmöglichkeiten zu bieten.

Dirk Plewka leitet die Wattenscheider Zweigstelle im Gertrudiscenter und hebt die Besonderheit der Vereinbarung hervor: „In dieser Dreier-Konstellation kooperieren wir erstmalig mit einer Schule. Es bestehen zwar bereits Partnerschaften mit der Gertrudis- und der Liselotte-Rauner-Schule, diese beziehen allerdings nicht die Bochumer Zentrale mit ein.“

Führungen in Wattenscheid und Bochum

Während die Jahrgangsstufen fünf und sechs zunächst die Wattenscheider Örtlichkeiten am Alten Markt und die dort vorhandenen ersten Recherchemöglichkeiten kennenlernen sollen, ist bereits ab Klasse sieben auch der Gang nach Bochum geplant, informiert Lukas Günther. Der Mitarbeiter der Stadtbücherei Bochum ist zuständig für die Kooperation mit weiterführenden Schulen und führt aus: „Ab der Jahrgangsstufe neun und für die gesamte Oberstufe bieten wir die Besichtigungen gezielt in Bochum an.“ Dort seien die vorhandenen Möglichkeiten altersgemäßer, ergänzt Meheddiz Gürle (Leiter Zentralbücherei und stellvertretender Amtsleiter).

Bücherei bietet ruhige Atmosphäre

Bereits gut genutzt werden die Angebote in Wattenscheid, sagt Dirk Plewka: „Viele Schüler lernen hier regelmäßig, treffen sich bei uns in Gruppen und arbeiten vor Ort.“ Daher bleibt es Anspruch der Büchereien, Aufenthaltsqualität zu bieten, damit der Nachwuchs sich wohlfühlen und auch einmal zurückziehen kann, so Gürle. Die Angebote der Bibliotheken sollen die schulischen ergänzen. Fachspezifische Informationsangebote, etwa die Vorstellung aktueller Literatur mit der Eignung zur Klassenlektüre, sieht die Kooperationsvereinbarung genauso vor wie das Ausleihen thematischer Medienboxen durch das Kollegium.

Recherchieren und unterstützen

Ebenso kann Unterricht nach Absprache zusätzlich zu den Info-Führungen durch die Büchereien direkt in Wattenscheid oder Bochum abgehalten werden. So könne spezifisch für ein konkretes Thema recherchiert werden, Lehrer und Mitarbeiter die Schüler gleichermaßen unterstützen. Die neue Zusammenarbeit geht derweil auf ein „Facharbeitstraining“ zurück, sagt Schulleiterin Kerstin Guse-Becker: „Unseren Schülern hat es sehr gut gefallen, Lehrer Martin Hessbrüggen daraufhin die Fortführung und Ausweitung angestoßen.“

Keine Scheu vor Büchern

Am Wattenscheider Gymnasium werden entsprechend weitere laufende Projekte eingebunden und verstärkt. Etwa die Maßnahme „Lernen lernen“, die nach den Sommerferien durchgeführt wurde. Lehrerin Annika Miaris, zuständige Ansprechpartnerin für die Kooperation: „Wir werden die neuen Möglichkeiten direkt ins laufende Schuljahr integrieren und im Verlauf natürlich die Wünsche und Ideen der Schüler berücksichtigen.“ Bereits nach den Herbstferien sollen „literaturbasierte Veranstaltungen“ für alle sechsten Klassen angeboten werden. Ziel ist es, den Spaß am Lesen zu wecken und die Scheu vor Büchern abzubauen.

Ausgelegt ist der unterzeichnete Vertrag zunächst für zwei Jahre. Er verlängert sich jedoch automatisch, wenn kein Partner die Vereinbarung aufkündigt. In jährlichen Treffen werden alle Beteiligten reflektieren und Rückmeldungen austauschen. So bleibe die Kooperation sehr flexibel und kann immer wieder auf die konkreten Bedürfnisse und Anliegen der Schülerschaft des Gymnasiums ausgerichtet werden.

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