Bochum Total

Rockiger Ausklang am zweiten Tag von Bochum Total

Thomas Godoj rockte auf der 1Live-Bühne.

Thomas Godoj rockte auf der 1Live-Bühne.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Mit Deutschrock fand der zweite Tag bei Bochum Total einen furiosen Ausklang. Thomas Godoj und Jini Meyer sorgten für Begeisterung bei den Fans.

Rockiger Ausklang des zweiten Bochum-Total-Tages: Thomas Godoj und Jini Meyer setzten am Freitag den musikalischen Schlusspunkt auf den Außenbühnen.

Bei herrlichem Festival-Wetter war die Bochumer Innenstadt ab dem späten Nachmittag prächtig gefüllt. Zwischen 150.000 und 200.000 Besucher, so die vorsichtigen Schätzungen, feierten die Party des Jahres im Revier: entspannt, ausgelassen, feuchtfröhlich.

Rocker hat es noch faustdick hinter den Ohren

Zwei Rock-Promis prägten das Bühnenprogramm am Abend. Thomas Godoj und seine Band zogen die Massen vor die 1Live-Bühne. Direkt zu Beginn zeigt Godoj, dass er seine Castingshow-Vergangenheit lange hinter sich gelassen hat: Mit deutschen Texten, Musik im Hardrock-Stil und sogar ein wenig Geschreie beweist er dem Publikum, dass der Rocker es immer noch faustdick hinter den Ohren hat.

„Gebürtig komme ich aus Recklinghausen“, erzählt er den Zuschauern, „aber der Liebe wegen bin ich seit einiger Zeit Bochumer.“ Die Fans danken ihm dieses Bekenntnis zur neuen Heimat mit tosendem Applaus. Und es bleibt laut – gekonnt reißt Godoj sein Publikum mit, animiert zum Mitsingen und Feiern. Inklusive Headbang. Was ein Abschluss des zweiten Festivaltages.

Ex-Luxuslärm-Sänger strebt Comeback an

Derweil setzt Jini Meyer auf der Sparkassenbühne am Konrad-Adenauer-Platz zu ihrem Comeback an. Bis zur Auflösung 2016 war sie Sängerin von Luxuslärm. Mit Hits wie „1000 Kilometer bis zum Meer“ zählten die Iserlohner zu den erfolgreichsten Deutschrock-Bands. Daran will die einstige Frontfrau nun solo anknüpfen.

Das Potenzial für eine zweite Karriere hat Jini Meyer allemal. Das stellt sie bei ihrem ersten BO-Total-Soloauftritt eindrucksvoll unter Beweis. Ihre Power-Röhre ist unverkennbar. Ebenso ihre Bühnenpräsenz und ihre neuen Songs, ganz im Stil von Luxuslärm und doch mit eigener Handschrift versehen. Die Entscheidung, wieder eigene Musik zu machen, habe etwas Zeit gebraucht, sagt Jini Meyer. „Ich musste für mich erstmal einiges ordnen und meine Energie zurückbekommen.“

Jetzt aber freue sie sich „wie ein kleines Kind auf alles, was dieses Jahr passieren wird“. Etliche Luxuslärmer sind ihr treu geblieben, feiern bei BO-Total die Klassiker wie das großartige „Liebt sie dich wie ich“. Nicht nur sie sind gespannt auf das neue Album „Frei sein“, das bald erscheinen soll.

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