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ArtSpace

Robert Wilsons „Sandmann“ erobert das Bochumer Planetarium

In der Planetariumskuppel entfalten die auf Größe gebrachten Fotografien von Heinrich Brinkmöller-Becker einen besonderen Reiz.

Foto: Heinrich Brinkmöller-Becker

Bochum.   Fotokünstler Heinrich Brinkmöller-Becker ermöglicht einen speziellen Blick auf die Inszenierung. „Sequentielle Fotografie“ heißt das Zauberwort.

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Heinrich Brinkmöller-Becker ist schon öfters mit seinen besonderen Fotografie-Projekten im Planetarium Bochum zu Gast gewesen, zuletzt mit einer sehenswerten Projektion zu den „Sacri Monti“ in Oberitalien, die auf viel Zuspruch stieß. Nun bringt der Bochumer ein neues Programm heraus. Es widmet sich der Aufführung „Sandmann“ des Kult-Regisseurs Robert Wilson.

Brinkmöller-Becker hatte die Kuppel für sich entdeckt, da sie perfekt zu der vom ihm bevorzugten sequentiellen Fotografie passt. Das heißt, er hält Musik- oder Theateraufführungen fotografisch fest, allerdings in einer schnellen Abfolge von Aufnahmen. Geschickt komponiert, vermitteln die eigentliche statischen Fotos so einen beinahe filmischen Eindruck von den jeweiligen Aufführungen: eine gesteigerte Intensität.

Märchenhafte Erzählung

Nun hat sich Brinkmöller-Becker Wilson Bühnenadaption von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ am Düsseldorfer Schauspielhaus angenommen. Der US-Starregisseur setzt die märchenhafte Erzählung mit reicher Formensprache, einem suggestiven Bühnenbild und einem entsprechenden Lichtdesign um.

Wilson ist dafür bekannt, mit Fotografien von seinen Inszenierungen äußerst akribisch-besorgt umzugehen. Das Konzept von Heinrich Brinkmöller-Becker, Inszenierungen mit dem speziellen Format von sequenzieller Fotografie zu dokumentieren, konnte den Theatermagier offensichtlich überzeugen. Er erteilte dem Bochumer die Genehmigung, die Inszenierung zu fotografieren und für die Kuppelprojektion zu verwenden.

Das Ergebnis ist jetzt in der ArtSpace-Reihe im Planetarium als animierte Bild-Ton-Aufführung zu sehen, die Sequenzen ermöglichen einen besonderen Blick auf Wilsons einzigartige Theaterästhetik.

Tickets und Infos:

  • Sonntag (27. Januar), 19.30 Uhr, Castroper Straße 67, Eintritt 10,50/ermäßigt 9,50 Euro
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