Schlägerei im Bus

Rippenbruch und Hämatome erlitten

Alle Streifenwagen waren woanders im Einsatz, als der Bogestra-Fahrer seine Leitstelle um Hilfe bat.

Alle Streifenwagen waren woanders im Einsatz, als der Bogestra-Fahrer seine Leitstelle um Hilfe bat.

Bochum.   Rippenbruch und Hämatome trug eine junge Mutter davon, die am Freitag gegen 11.30 Uhr in der Buslinie 345 einen 18-jährigen Fahrgast schützen wollte, der von vier jungen Burschen bedroht wurde.

Weil sie sich für einen von Schlägern bedrohten jungen Mann (18) eingesetzt hatte, erlitt ein weiblicher Fahrgast in der Buslinie 345 am vergangenen Freitag selbst Verletzungen. Wie sie der WAZ mitteilte, trug sie einen Rippenbruch und mehrere Hämatome davon. Im Bus, der von der Innenstadt nach Langendreer fährt, hatten nach ihren Angaben vier junge Burschen den 18-Jährigen bedroht. „Als ich hinten hörte, was sie mit ihm machen wollten, habe ich einen von ihnen angesprochen und gesagt: ,Ich finde es nicht schön, wie man Spaß daran haben kann, mit vier Mann gegen einen.’“

Polizei hatte keinen Streifenwagen frei

Selbst Mutter einer Tochter, habe sie sich verpflichtet gefühlt, einzuschreiten: Sie habe einem der vier Schläger gesagt, dass sie sich sein Gesicht eingeprägt hätte und als Zeugin gegen ihn aussagen würde. Mehr habe sie nicht mehr sagen können, weil sie „eine volle Faust“ auf ihren Mund bekommen habe, die Oberlippe sei aufgeplatzt. Danach sei sie getreten worden: „Die haben die Tür aufgerissen, wollten mich aus dem Bus stoßen, ich konnte mich aber noch an der Tür festhalten.“

Der Bus sei zwar voll gewesen, aber es wären fast nur „ältere Fahrgäste“ da gewesen. Mit dem 18-Jährigen sei sie bis Langendreer gefahren und habe mit ihm die Polizei aufgesucht. Wie berichtet, hatte der Busfahrer über die Bogestra-Leitstelle die Polizei über die Schlägerei informiert, die Polizei hätte aber zu diesem Zeitpunkt (11.30 Uhr) keinen Streifenwagen frei gehabt.

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