Riesenschere "knabbert" alten Wasserturm an

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Spezialunternehmen hat mit dem Abriss des 36 Meter hohen Gebäudes begonnen. Arbeiten dauern rund vier Wochen

In dieser Woche wird eine Riesenschere den rund 36 Meter hohen alten Wasserturm von Thyssen-Krupp an der Essener Straße Meter für Meter "abknabbern". Befestigt ist das hydraulische Gerät an einem mehr als 40 Meter langen stählernen Arm. Dabei geht das 110 Tonnen schwere Ungetüm mit großer Präzision vor.

Wie Holger Schmidt, Bauleiter des Viersener Abbruchunternehmens Prangenberg & Zaum, mitteilt, wurde am gestrigen Montag durch das bereits geöffnete Dach eigens eine 25 Tonnen schwere Stahlkonstruktion im Innern des alten Wasserturms installiert. "Sie soll verhindern, dass der Turm während der Abbrucharbeiten einstürzt." Besonders die komplizierte Dachkonstruktion des Wasserturmes sei, so Thyssen-Krupp, für die aufwändigen Abrissarbeiten verantwortlich.

Der Abrissspezialist rechnet damit, dass in spätestens vier Wochen von dem Turm, der 1923 in einer mit Ziegeln ausgemauerten Stahlkonstruktion errichtet wurde, nicht viel mehr als ein Haufen Schutt übrig sein wird.

Thyssen-Krupp weist darauf hin, dass während der Abbrucharbeiten Staub- und Lärmbelästigungen für die Anlieger nicht ausgeschlossen seien. Es würden jedoch modernste Verfahren eingesetzt, um die Beeinträchtigung für den Straßenverkehr und die benachbarten Wohnhäuser so gering wie eben möglich zu halten.

Gebaut wurde der Wasserturm für das Höntroper Werk des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahl. Er stellte mit den daneben installierten Anlagen der Wasserwirtschaft die Versorgung des Werkes sicher. Zuletzt war der Turm nur noch als Wasserreserve für die Werksanlagen genutzt worden. Eine von verschiedenen Seiten angestrebte Nutzung des Objektes hatte sich nicht realisieren lassen, so dass es zum Abriss keine Alternative gab.

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