Kindergarten

Rettung der evangelischen Kita in Laer ist weiter ungewiss

Mit selbst bemalten T-Shirts demonstrierten die Kinder der evangelischen Kita „Unterm Apfelbaum“ in Laer für den Erhalt der Einrichtung. Die Rettung ist derzeit allerdings sehr ungewiss.

Mit selbst bemalten T-Shirts demonstrierten die Kinder der evangelischen Kita „Unterm Apfelbaum“ in Laer für den Erhalt der Einrichtung. Die Rettung ist derzeit allerdings sehr ungewiss.

Foto: Sabine Hahnefeld / FUNKE Foto Service

Laer.  Eine mögliche Sanierung des Kindergartens „Unterm Apfelbaum“ ist vom Tisch – zu teuer. Bis Jahresende soll nun ein neues Konzept vorliegen.

Das Bangen um den evangelischen Kindergarten „Unterm Apfelbaum“ in Laer geht weiter. Aus Kostengründen steht die sanierungsbedürftige Einrichtung schon länger auf der Kippe. Seit Monaten basteln Kirche, Jugendamt, Kindergartenverband und Politik an einer Lösung, um den Kindergarten zu erhalten. Man schien auch auf einem guten Weg. Doch bei einer Sitzung am Mittwochmorgen folgte dann die Ernüchterung: Eine Sanierung ist unter den aktuellen Bedingungen finanziell nicht zu stemmen. Von daher ist die Rettung der Kita weiter ungewiss.

„Das finanzielle Risiko, dass allein bei der Gemeinde als Bauherr liegt, ist einfach zu groß“, fasst Michael Both, Geschäftsführer des evangelischen Kindergartenverbandes, die Fakten zusammen. Für diese habe in erster Linie der Architekt gesorgt, der für die Machbarkeitsstudie des Kita-Projektes verantwortlich ist. Die zunächst geplante Baumaßnahme, für die rund 800.000 Euro zur Verfügung stehen, ist demnach zu sehr auf Kante genäht. „Wenn man davon ausgeht, dass die Baukosten weiter steigen, ist das nicht zu realisieren“, sagt Both.

Untergrund müsste verfüllt werden

Zumal auch noch Kosten für die Verfüllung des Untergrunds hinzukommen. Probebohrungen haben ergeben, dass der Boden unter der Kita dank des Bergbaus ganz schön löcherig ist. Das Sicherheitspolster in Höhe von 150.000 Euro, das die Kindergartengemeinschaft bereitgestellt hätte, wäre laut Both allein für die Sicherung draufgegangen.

Hoffen auf Stadtumbau-Programm

Ob diese Verfüllung jetzt überhaupt noch notwendig sein wird, hängt davon ab, ob die Kita auf andere Weise erhalten werden kann. Es gibt nämlich schon eine neue Idee, entstanden ebenfalls in der Sitzung am Mittwochmorgen, bei der auch ein Vertreter des Stadtteilmanagements Laer dabei war. Ohne konkret ins Detail gehen zu wollen, verrät Michael Both zumindest, dass nun die Hoffnungen darauf ruhen, über den aktuell laufenden Stadtumbau für Laer und Mark 51/7, eine Lösung für den Erhalt der Kita zu finden.

„Es gibt schon eine vielversprechende Konzeptidee“, sagt Michael Both. Diese müsse jetzt allerdings erneut durch den Architekten geprüft werden. „Und ich muss auch noch mit dem Jugendamt reden.“ Es wird also noch einige Zeit ins Land gehen, ehe feststeht, wohin die Reise führt. Both: „Wenn das alles klappt, haben wir bis Ende des Jahres eine Entscheidung.“

Das Bangen und Hoffen geht also weiter. Vor allem bei den Kindern, Eltern und den Erzieherinnen der Kita „Unterm Apfelbaum“, aber auch in der Gemeinde. Deren Pfarrerin Claudia Frank verspricht, „bis zuletzt alles zu geben, um zu einer positiven Lösung zu gelangen“.

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