Freibad Werne

Rat beschließt Abriss des Freibad-Gebäudes in Bochum-Werne

Ehe das Freibad in Werne saniert werden kann (u.a. sollen die Becken verkleinert werden), muss das alte Eingangsgebäude (rechts) abgerissen werden. Der politische Beschluss dafür liegt nun vor.

Ehe das Freibad in Werne saniert werden kann (u.a. sollen die Becken verkleinert werden), muss das alte Eingangsgebäude (rechts) abgerissen werden. Der politische Beschluss dafür liegt nun vor.

Foto: Wasserwelten Bochum / Sascha Kreklau

Bochum-Werne.  Vor der Sanierung des Freibades in Werne steht der Abriss der Eingangshalle. Dieser kann bald starten. Betreiber kündigt Bürgerbeteiligung an.

Die alte Eingangshalle am Freibad Werne soll abgerissen werden. Mit diesem Beschluss läutete der Rat der Stadt die vieldiskutierte Sanierung der Schwimmanlage an der Bramheide ein. Noch aus steht allerdings das Okay für einen Neubau in verkleinerter Form. Darüber wird noch in naher Zukunft im Rat zu entscheiden sein.

„Ein Zeichen“ vom Rat

Für Berthold Schmitt, Chef der Wasserwelten Bochum, die die städtischen Bäder betreibt, ist das Ratsvotum „ein Zeichen“, eine Bestätigung der Sanierungsplanung, die im Sommer noch einmal überarbeitet und eine Nummer kleiner ausfallen musste, weil das Land sicher geglaubte Fördermittel – immerhin 2,7 Millionen Euro – doch nicht bewilligt hatte. Das vorgesehene neue Eingangsgebäude wird daher nun deutlich kleiner und auch keinen Platz für Quartiers- und Fitnessräume bieten, über deren Vermietung die Wasserwelten Geld für den laufenden Freibadbetrieb verdienen wollten. Auch eine Tiefgarage ist vom Tisch.

Was bleibt, ist die Grundidee, das Freibad aus der Vorkriegszeit auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu ist moderne Technik vonnöten. Und laut Berthold Schmitt auch eine Verkleinerung der Schwimmbecken. Während das seit Jahren nicht genutzte Planschbecken komplett verschwindet, wird das Kinderbecken verkleinert (statt 50 x 30 Meter nur noch 30 x 30 Meter) und attraktiver gemacht. Das 75-Meter-Becken wird um 25 Meter gekürzt.

Wasserfläche wird deutlich reduziert

„Insgesamt reduzieren wir die Wasserfläche von 3000 auf 1900 Quadratmeter, was für ein Freibad immer noch verdammt viel ist“, sagt Schmitt und verweist nach wie vor auf das enorme Sparpotenzial. Kleinere Becken mit neuen Edelstahlwannen (der Wasserverlust kostete laut Schmitt zuletzt 90.000 Euro im Jahr) und moderne Technik – „das ergibt eine Energieeinsparung um mehr als 50 Prozent“, rechnete Berthold Schmitt zuletzt bei der Bürgerversammlung im Erich-Brühmann-Haus vor.

Abriss und Neubau „in einem Rutsch“

Doch ehe all das verwirklicht werden kann, steht der Abriss des alten Eingangsgebäudes von 1930. Schmitt: „Wir beginnen jetzt mit der Ausschreibung und planen parallel weiter den Neubau, der vom Rat separat bewilligt werden muss.“

Wasserwelten sichern weitere Bürgerbeteiligung zu

Bevor dies geschieht, wollen die Wasserwelten erneut eine Bürgerbeteiligung gewährleisten. „Dann aber nicht wieder in so großer Runde wie zuletzt im Brühmann-Haus, sondern in kleinerer Runde“, kündigt Berthold Schmitt an. Anja Tillmann von der Bürgerinitiative „Freibad-Fans Werne“ habe er bereits informiert, Anfang/Mitte Dezember soll es einen Termin geben. „Dann können Wünsche der Bürger auch noch in die Planungen eingearbeitet werden.“

Abriss und Neubau sollen unmittelbar nacheinander erfolgen. „Dann haben wir über den Winter keine Baustelle, die wir absichern und bewachen müssen“, erklärt Berthold Schmitt, der eigentlich noch in diesem Jahr damit beginnen wollte, die alte Eingangshalle abzureißen. „Das wird vielleicht nicht hinhauen.“

Probebohrungen laufen noch drei Wochen

Aktuell laufen im Freibad Probebohrungen, die Aufschluss über die Beschaffenheit des Untergrunds geben sollen – Stichwort Bergbau. Wegen Erdfällen und Tagesbrüchen war das Freibad schon im April geschlossen worden. „Ergebnisse haben wir wohl in drei Wochen“, sagt Schmitt. Wo und wieviel womöglich auch verfüllt werden muss – klar ist für Berthold Schmitt, dass das Freibad zur Saison 2021 wieder geöffnet werden soll. „An diesem Ziel halten wir weiterhin fest.“ Die Gesamtkosten für die Sanierung liegen weiterhin bei 6,7 Millionen Euro.

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