Verbrechen

Räuberin überfällt Tankstellen-Kassierer mit Heroinspritze

Dem Kassierer wurde eine Heroinspritze vorgehalten; dann wurde ihm gedroht, ihn mit HIV zu infizieren.

Dem Kassierer wurde eine Heroinspritze vorgehalten; dann wurde ihm gedroht, ihn mit HIV zu infizieren.

Foto: Frank Leonhardt/dpa

Bochum.   Eine Räuberin hat am Donnerstag eine Tankstelle überfallen. Sie drohte dem Kassierer mit einer HIV-Infizierung. Die Verdächtige wurde gefasst.

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Auf besonders kriminelle Weise ist am Donnerstagabend die Aral-Tankstelle an der Wittener Straße gegenüber der BP-Zentrale überfallen worden. Gegen 22.45 Uhr betrat laut Polizei eine unmaskierte Räuberin den Verkaufsraum und bedrohte den Kassierer mit einer Heroinspritze. Sie sei HIV-positiv und werde zustechen, wenn er nicht das Geld herausrücke. Dann griff die Täterin in die Kasse und erbeutete einen hohen dreistelligen Geldbetrag. Damit flüchtete sie. Der Kassierer blieb äußerlich unverletzt.

Sofort startete die Polizei eine Fahndung. Aufgrund der Videoaufzeichnung erkannten Zivilkräfte die Frau wieder, denn sie sich einschlägig polizeibekannt. Gegen 23.35 Uhr wurde die Verdächtige am Justizzentrum (Josef-Neuberger-Straße) festgenommen. Sie ist 45 Jahre alt. Die Beute hatte sie im BH versteckt. Sie kommt jetzt in U-Haft, weil gegen sie ein Vollstreckungshaftbefehl vorliegt; sie hatte eine Geldstrafe nicht bezahlt.

Polizei nimmt weiteren Verdächtigen fest

Festgenommen wurde auch ein 32-jähriger Mann, er soll eventuell beteiligt gewesen sein an dem Raubüberfall. Wie sich herausstellte, ist er dringend verdächtig, bereits am 27. Oktober – im Beisein eines Hundes — nachts eine Tankstelle an der Berliner Straße in Wattenscheid überfallen zu haben. Kurz danach war er gefasst worden, nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Zur Tatzeit war er alkoholisiert. Die Geldbeute hatte er im Schuh versteckt. (B.Ki.)

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