Spielshow

Prosieben-Show: Nachbarn aus Bochum spielen um den Sieg

Aylin Kurtboz, Anja Köhn, Dennis Köhn und Levent Kurtboz (v.li.) werden sich am Samstagabend bei Prosieben einem Millionenpublikum präsentieren. Nicht auf dem Foto sind Marc Brötz und Resat Kurtboz, sie ergänzen die Teams.

Aylin Kurtboz, Anja Köhn, Dennis Köhn und Levent Kurtboz (v.li.) werden sich am Samstagabend bei Prosieben einem Millionenpublikum präsentieren. Nicht auf dem Foto sind Marc Brötz und Resat Kurtboz, sie ergänzen die Teams.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Bei der Show „Live-Show bei dir zuhause“ auf Prosieben treten zwei Familien aus Bochum an. Sie warten in Ferienwohnungen auf den Auftritt.

Ein Fernsehproduktions-Lastwagen rangiert an der Knoopstraße in Bochum-Weitmar in eine Parklücke zwischen Dixie-Klo und Halteverbotsschild als Anja Köhn einem Prosieben-Mitarbeiter den Schlüssel ihrer Wohnung in die Hand drückt. Nun gibt kein Zurück mehr. Die Op-Schwester, die gerade noch lieber im Hinterhof als auf der Straße mit der Zeitung spricht, wird sich am Samstagabend gemeinsam mit ihrem Mann Marc Brötz und Bruder Dennis in der neuen Prosieben-Spielshow „Live-Show bei dir zuhause“ vor einem Millionenpublikum mit ihren Nachbarn messen.

Zahlreiche „Sport-, Spaß- und Geschicklichkeitsspiele“ verspricht der Privatsender für seine Primetime-Show am Samstagabend. Auch Unterstützung von prominenten Mitkämpfern kündigt Prosieben an. Zu konkreten Namen hält sich der Sender – genau wie zu Spielen oder Regeln – allerdings bedeckt. „Wir sind total gespannt und glauben, dass das ein Riesen-Spaß wird“, sagt Anja Köhn.

Nachbarn treten gemeinsam und doch gegeneinander bei Prosieben-Show an

Mitarbeiter einer Produktionsfirma quatschten Familie Köhn auf der Cranger Kirmes „einfach an“. Ob sie vielleicht bei einer neuen Fernsehshow mitmachen wollten? „Wir haben uns das dann durch den Kopf gehen lassen – und zugesagt. Wir hatten nie das Gefühl, dass das etwas Unseriöses wird, das war uns sehr wichtig.“

Anja Köhn lebt mit Mann Marc Brötz, Söhnchen Ferris (2), ihren Eltern und Bruder Dennis im gemeinsamen Haus. „Wir sind ein Mehrgenerationenhaushalt“, sagt die 45-Jährige. Das hohe rote Haus baute einst der Urgroßvater. Nun wird dort auf der Straße in wenigen Tagen eine große Bühne für Fans und Freunde stehen, Kamerateams werden durchs Wohnzimmer pflügen.

Familienkutsche und Schlafzimmer von möglichem Gewinn geplant

Die Gegner im Nachbarschafts-Live-Duell wohnen direkt gegenüber. Aylin, Levent und Resat Kurtboz treten gemeinsam gegen die Köhns an. Die hatten auf der Suche nach einem Spielpartner fürs Fernsehen direkt an ihre langjährigen Nachbarn und Freunde gedacht. Wer gemeinsam einen Hof pflastert, sich mit Milch und Eiern aushilft, der wird wohl auch eine Show im Privatfernsehen überstehen...!

Während die Kinder – Studentin Aylin (24) und Mechatroniker Levent (27) – von einem Fernseh-Auftritt recht schnell begeistert waren, winkte Vater Resat erst einmal ab. „Ne, das machen wir nicht.“ „Wir haben lange mit meinem Vater gesprochen und ihn dann doch überreden können“, sagt Aylin Kurtboz. „Jetzt fährt er zur Vorbereitung viel Fahrrad.“

Fernsehteams bereiten Wohnungen für die Live-Übertragung vor

„Also wir haben nix gemacht“, sagt Anja Köhn und zuckt mit den Schultern. „Nicht mehr Sport als sonst und den Brockhaus habe ich auch nicht auswendig gelernt.“ Sie hat lieber die Kaffeemaschine fürs Fernsehteam vorbereitet. „Die haben ja jetzt ganz viel Arbeit vor sich.“

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Tatsächlich bereiten die Teams bereits die Wohnungen für die Live-Übertragung vor, während beide Familien in Ferienwohnungen auf ihren großen Auftritt warten. Kabelsalat im Wohnzimmer, Lampen-Chaos im Flur? „Ich habe vollstes Vertrauen in das Team. Und außerdem können die bei uns nix finden, was sie nicht sehen dürfen.“

Anwohner der Knoopstraße kritisieren Parkverbote und Rummel

Im Vorfeld hatte es von Nachbarn an der Knoopstraße Kritik an den Rummel rund um die Prosieben-Show gegeben. Die Stadt hatte für die Live-Übertragung Parkverbote eingerichtet. Anwohner müssen auf Ausweichparkplätze zurückgreifen. Das passt nicht jedem.

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