Jubiläum

Das Projekt Bochum (ProBo) ist eine Offensive für WAZ-Leser

Zum ProBO-Start unternahm die Redaktion mit dem WAZ-Mobil eine zweiwöchige „Tour der guten Nachrichten“ durch Bochum, um gezielt Erfreuliches und Positives zu berichten und zu recherchieren. Leser gaben viele Etappen-Tipps. Ein weiteres Ziel: Wir Journalisten konnten in einer „gläsernen Redaktion“ Interessierten und Kritikern zeigen, wie wir arbeiten, und mit ihnen – auch darüber – ins Gespräch kommen.

Zum ProBO-Start unternahm die Redaktion mit dem WAZ-Mobil eine zweiwöchige „Tour der guten Nachrichten“ durch Bochum, um gezielt Erfreuliches und Positives zu berichten und zu recherchieren. Leser gaben viele Etappen-Tipps. Ein weiteres Ziel: Wir Journalisten konnten in einer „gläsernen Redaktion“ Interessierten und Kritikern zeigen, wie wir arbeiten, und mit ihnen – auch darüber – ins Gespräch kommen.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Die WAZ arbeitet bei „Projekt Bochum“, einem journalistischen Zukunftsprojekt, zwei Jahre lang mit ihren Lesern an einer noch besseren Zeitung.

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Die WAZ hat in der Stadt, in der sie vor 70 Jahren gegründet wurde, ein journalistisches Zukunftsprojekt gestartet: Das zweijährige Projekt Bochum (ProBO) soll dazu beitragen, alle Lokalausgaben zu modernisieren und weiter zu verbessern. ProBO verstehen wir als eine Offensive für unsere Leser.

Darum hat die Redaktion zum Auftakt im Sommer 2017 die Bochumer Abonnenten der gedruckten WAZ schriftlich befragt. Schließlich ist es eines der wichtigsten Projektziele, die Redaktionsarbeit und neue Formate noch stärker an den Bedürfnissen der Leser auszurichten: Was ist den meisten von ihnen wichtig? Welche Informationen nützen möglichst vielen Bürgern vor Ort, was interessiert, ärgert oder unterhält sie?

Leser wünschen mehr Artikel über Kommunalpolitik

1157 Zeitungsleser – mehr als erhofft – nahmen sich die Zeit, unseren Fragebogen auszufüllen.

Die Ergebnisse haben wir veröffentlicht und unseren Lesern dazu erklärt, wie wir darauf reagieren möchten. Alle Details und Einzelergebnisse finden Sie hier.

Einige wichtige Erkenntnisse: Sehr viele Teilnehmer wünschen sich mehr Artikel über „Natur und Umwelt“, Kommunalpolitik und „Probleme der Bürger“, außerdem häufiger stadtgeschichtlichen Lesestoff. Zurzeit erarbeitet die Projektredaktion Antworten, und zwei für die historisch Interessierten setzt sie bereits um:

WAZ und Westfunk: „Mehr als K ohle“

Die Serie „70 Jahre WAZ – 70 Jahre Bochum“ mit Multimedia-Chronik, alten Zeitungsseiten, Filmen und Leseraufruf startet zum WAZ-Geburtstag am 3. April.

Eine Woche darauf wird in allen Lokalausgaben des Ruhrgebietes ein Aufruf unter dem Titel „Mehr als Kohle“ erscheinen: Gemeinsam mit den Radiosendern der Funke Mediengruppe sammeln die Lokalredaktionen Erinnerungen an den Bergbau, um diese Geschichten mithilfe der Zeitzeugen auch in Video- und Audiobeiträgen zu erzählen.

Zukunftslabor für alle Lokalredaktionen

Schon jetzt setzen andere Lokalredaktionen ProBO-Ideen um, die sich in Bochum bewährt haben.

Ein Beispiel: Leser in Essen, Herne und Oberhausen stoßen in ihren Lokalteilen inzwischen ebenfalls auf Seiten, die mit Grafiken und Daten statt mit Texten einzelne Stadtteile porträtieren. In Bochum gaben viele Leser darauf positive Rückmeldungen (zum Online-Special).

Im Laufe des Jahres werden alle Redaktionen diese neue Darstellungsform aufgreifen.

ProBO soll in diesem Sinne kein Elfenbeinturm sein, sondern eine Zukunftswerkstatt. „Probo“ bedeutet als eine Form des lateinischen Verbs probare: Ich prüfe, erprobe, untersuche. Wir wollen moderne Erzählformen und Arbeitsweisen erproben.

Die Ergebnisse sollen allen Lokalredaktionen helfen, die inhaltlichen Erwartungen ihrer Leser zu erfüllen. Dazu wollen wir Lokaljournalismus auch mal in experimenteller Weise querdenken – behutsam, versteht sich: Schließlich lesen tausende Bochumer mit.

WAZ-Leser legen Wert auf Stadtteil-Berichterstattung

Diese wollen mehrheitlich wissen, was vor ihrer Haustür los ist. Das ist das eindeutigste Ergebnis unserer Befragung: Über 96 Prozent der Teilnehmer sind Berichte aus ihrem Stadtteil „sehr wichtig“ oder „wichtig“.

Für Neuigkeiten aus anderen Vierteln gaben dies immerhin 57,7 Prozent an. Kein anderes Thema wurde obendrein auf unsere offene Frage hin häufiger thematisiert: 89-mal war Befragten die Stadtteil-Berichterstattung ein Anliegen.

Wir arbeiten mit allen Abteilungen des Verlages daran, für Sie auch diese zu verbessern – nicht nur in Bochum.

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