Kirche

Pfarrerin Christina Cremer verlässt Bochum nach 34 Jahren

Christina Cremer (vorn) im Kreise ihrer Kollegen (v.l.) Heike Lengenfeld-Brown, Eike Grevel, Claudia Frank und Silke Häger von der evangelischen Gemeinde Altenbochum-Laer.

Christina Cremer (vorn) im Kreise ihrer Kollegen (v.l.) Heike Lengenfeld-Brown, Eike Grevel, Claudia Frank und Silke Häger von der evangelischen Gemeinde Altenbochum-Laer.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Bochum-Altenbochum.  Nach 34 Jahren treuem Dienst in Altenbochum zieht die Geistliche zu ihrem Mann nach Münster. Im Rückblick erinnert sie sich an schwierige Zeiten.

Nach 34 Jahren treuem Dienst in der Lukaskirche ist Pfarrerin Christina Cremer mit einem Gottesdienst verabschiedet worden. Die Geistliche tritt ihren vorzeitigen Ruhestand an und zieht zu ihrem Mann nach Münster, der dort schon seit einer Weile lebt. Der Gemeinde in Altenbochum möchte sie aber weiter verbunden bleiben: „Meine Tochter lebt hier, da bleiben wir ganz bestimmt in gutem Kontakt“, meint sie.

Der ursprünglich opulent geplante Abschiedsgottesdienst für Pfarrerin Cremer musste coronabedingt in kleinem Kreise stattfinden. Eine Diashow, mit der Cremers langjähriger Kollege Eike Grevel an ihr Wirken vor Ort erinnern wollte, musste ausfallen. Auch der Chor sollte singen. „Das wird aber alles nachgeholt“, sagt Cremer. Ein Termin steht schon fest: am 12. September 2021.

Seit 1986 ist Christina Cremer in Altenbochum aktiv. Hier erlebte sie schöne, aber auch schwierige Zeiten: „Die größte Veränderung war gewiss die Zusammenlegung mit der evangelischen Gemeinde an der Grimmestraße in Laer“, erinnert sie sich. „Das hat bei vielen tiefe Wunden hinterlassen, von denen bis heute nicht alle geheilt sind.“

Zusammenschluss war „keine Liebesheirat“

Der Zusammenschluss beider Gemeinden in Altenbochum und Laer sei „keine Liebesheirat“ gewesen, meint Cremer rückblickend. Im Jahr 2015 wurde die Kirche in Laer abgerissen. Dort hat das Johanneswerk ein Wohnheim für behinderte Menschen errichtet.

Ein weiterer schwerer Brocken war die aufwendige Renovierung der Lukaskirche an der Wittener Straße, die wesentlich länger dauerte als geplant und immense Kosten verursachte. „Statt der ursprünglich geplanten 200.000 Euro waren es am Ende über eine Million“, meint Cremer. „Das war eine schwierige Zeit, die vor allem meine Kollegin Claudia Frank in die Hände genommen hat.“ Frank kam 2014 als neue Pfarrerin nach Altenbochum. „Sie hat für ein gutes Klima und eine gute Zusammenarbeit mit dem Presbyterium gesorgt.“

Christina Cremers Stelle soll Ende des Jahres neu besetzt werden – allerdings nicht als Pfarrstelle. Stattdessen soll ein neuer Diakon ihre Aufgaben übernehmen. (sw)

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