Hannelore-Wilhelm-Preis

Pfadfinder wird für sein Engagement geehrt

Patrick Deppe (2. v. r.) wurde der  Hannelore-Wilhelm im Gemeindezentrum Magma in Wattenscheid verliehen.

Foto: Gero Helm

Patrick Deppe (2. v. r.) wurde der Hannelore-Wilhelm im Gemeindezentrum Magma in Wattenscheid verliehen. Foto: Gero Helm

Bochum.   Patrick Deppe ist der 30. Gewinner des Hannelore-Wilhelm-Preises. Die Auszeichnung fördern ehrenamtliches Engagment – mit 5.000 Euro.

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Seit nunmehr 18 Jahren wird der mit 5 000 Euro dotierte Hannelore-Wilhelm-Preis an engagierte Ehrenamtler aus Bochumer Jugendverbänden und -initiativen verliehen. Seit der ersten Vergabe am 5. Dezember 1999 sind somit insgesamt 95 000 Euro aus dem Privatvermögen der Stifterin für karikative Zwecke eingesetzt worden.

Insgesamt 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 27 Verbänden und Initiativen, welche im Kinder- und Jugendring Bochum zusammengeschlossen sind, wurden bisher mit jener Auszeichnung geehrt.

Eigenes Engagement nicht zu messen

Der neueste Preisträger ist der 30-jährige Patrick Deppe, Verantwortlicher beim Pfadfinderstamm Geschwister Scholl bei den St.-Georg-Pfadfindern in Hiltrop, der den Preis im Gemeindezentrum „Magma“ in Höntrop entgegennahm.

Für ihn ist dieser Preis etwas Einzigartiges: „Er ist eine Auszeichnung, die das würdigt, was man eigentlich nicht messen kann – das eigene Engagement.“ Davon hat er in der Vergangenheit viel in seine Arbeit bei den Pfadfinder eingebracht. Doch insgesamt zeigte sich der Geehrte bescheiden: „Der Preis gilt vielmehr allen Verantwortlichen in meinem Verband. Ich sehe mich eher als stellvertretenden Entgegennehmer.“

Sieben Jahre in der Jugendarbeit

Wie von der Stifterin verfügt, kann der Preisträger über 1 000 Euro frei verfügen. Die restlichen 4 000 Euro kommen in diesem Fall dem DPSG Hiltrop zu Gute.

Deppes Engagement steht ganz im Zeichen des Willens von Hannelore Wilhelm. Ihr war es seit jeher ein Anliegen, dass Jugendliche in Jugendgruppen integriert werden, in der Gemeinschaft Geborgenheit erfahren und lernen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Dafür rief sie die Auszeichnung ins Leben und sorgte dafür, dass selbst nach ihrem Tod weiterhin Preisgelder ausgezahlt werden. Bis zum Jahr 2024 sind diese testamentarisch verfügt. Wie es danach weitergeht ist bisher noch unklar: „Ehrlich gesagt haben wir uns darüber aber auch noch keine Gedanken gemacht“, meinte Rolf Geers, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendrings. „Sieben Jahre sind in der Jugendarbeit eine lange Zeit. Da kann noch viel passieren.“

Die Auszeichnungs- und Ehrungskultur soll aber auf alle Fälle weitergeführt werden, in welcher Ausgestaltung auch immer, denn „das Ehrenamt ist eine wichtige und gute Einrichtung“, so Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW und des BDKJ NRW, „eine Einrichtung, die es natürlich zu erhalten gilt.“

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